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Die Rollstuhltanzgruppe "Modus Vivendi" und der Tanzboden Meerane zeigten beim Behindertentag in Meerane, was Menschen mit und ohne Behinderung verbinden kann.

Foto: Andreas Wohland

Beim Feiern spielen Handicaps keine Rolle

Wie gut die Kombination des regionalen Behindertentages mit einer anderen Großveranstaltung funktioniert, zeigte sich am Sonnabend beim Meeraner Parkfest.

Von Andreas Wohland
erschienen am 19.06.2017

Meerane. Das traditionelle Meeraner Parkfest wurde bei seiner 48.Auflage durch besondere Farbtupfer bereichert. Denn nicht nur die Stadtwerke nutzten das bunte Treiben im Wilhelm-Wunderlich-Park, um ihr 25-jähriges Bestehen zu feiern. Am Sonnabend fand dort auch der 7. Regionale Behindertentag des Landkreises Zwickau statt. Eines wurde dabei schnell klar: Beim gemeinsamen Feiern gibt es keine Unterschiede zwischen Menschen ohne oder mit einem Handicap. Spaß hatten alle.

Dafür sorgten unter anderem das Team und der Förderverein der Förderschule für geistig Behinderte "Dr. Päßler". Die hatten in Zusammenarbeit mit der Meeraner Jugendfeuerwehr eine Spaßolympiade auf die Beine gestellt. An mehreren Stationen waren Geschick und Fingerfertigkeit gefragt. "Wir haben alles so angelegt, dass jeder die Aufgaben meistern kann und - was uns noch wichtiger ist - natürlich Freude daran hat. Wäschestücke nach Zeit auf einen Trockner hängen oder Gläser auf- und zuschrauben sind nur zwei Beispiele", sagte Schulleiterin Ina Kamerknecht.

Die elfjährige Nele Pommer fieberte einem ganz anderen Ereignis entgegen, bei dem sie mit ihrem Rollstuhl über die große Bühne fahren sollte. Dort zeigten Mitglieder der Rollstuhltanzgruppe "Modus Vivendi" und des Tanzbodens Meerane einen Teil ihres tänzerischen Repertoires. "Ich war schon bei ein paar Auftritten mit dabei. Etwas aufgeregt bin ich aber trotzdem." Froh war die Elfjährige übrigens, dass das Wetter mitspielte, der Untergrund fest war und sie sich dadurch trotz Rollstuhls gut auf dem gesamten Festgelände bewegen konnte.

Bewegungseinschränkungen völlig anderer Art nahm der 24-jährige Tobias in Kauf. Ausgestattet mit diversen Bandagen und Gewichten verschaffte er sich einen Eindruck von den Beschwerlichkeiten der Bewegungen im Alter. Auf 75 Lenze ließ er sich trimmen. Freiwillig. "Das mit dem Bewegen ging eigentlich noch. Viel ungewohnter waren die Gewichte an den Beinen, die das Gehen ziemlich erschwert haben", fasste er seine Eindrücke vom simulierten Alter zusammen. In einem ersten Resümee zeigte sich Angela Werner, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen des Landkreises Zwickau, mit dem Verlauf der Veranstaltung mehr als zufrieden. "Was die Organisatoren, aber auch die teilnehmenden Vereine und Verbände am heutigen Tag auf die Beine gestellt haben, finde ich toll. Noch mehr freue ich mich darüber, wie selbstverständlich hier Menschen ohne und mit einem Handicap gemeinsam feiern." Zum Glück gebe es zwischen ihnen kaum Berührungsängste.

Lob kam auch von den Besuchern. Der Zwickauer Peter Köhler war zum ersten mal auf dem Meeraner Parkfest. "Ich bin ehrlich überrascht, was hier alles so geboten wird", sagte er. "Den Behindertag in das Fest einzubinden, finde ich gut, weil nicht nur über das Miteinander geredet, sondern vorgeführt wird, dass es im Alltag funktionieren kann und sollte."

 
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