Brand in Bauernhof: Sechs Bewohner gerettet

Die Feuerwehren kommen kaum noch zur Ruhe. Nach dem Feuer in Dittrich und dem Ölfilm auf der Mulde stand gestern ein Wohnhaus im Glauchauer Ortsteil Rothenbach in Flammen.

Glauchau.

Es war noch früh am gestrigen Morgen, gegen 7.30 Uhr, als die Sirenen über das Stadtgebiet Glauchaus hallten und nur wenige Minuten später die ersten Feuerwehren und Rettungsdienstwagen ausrückten. Ihr Ziel: ein Vierseithof an der Rothenbacher Straße, kurz nach der Einmündung in Richtung Voigtlaide. Im Wohnhaus des betroffenen Bauerngutes war ein Feuer ausgebrochen. Die sechs Bewohner des Hauses wurden schnell in Sicherheit gebracht, sodass zügig mit den Löscharbeiten begonnen werden konnte. Vor Ort waren außer den zwei Wehren aus dem Glauchauer Stadtgebiet auch die Ortswehren aus Niederlungwitz, Wernsdorf, Reinholdshain und Remse. "Aus Meerane haben wir noch ein Spezialfahrzeug angefordert, das unsere Leute mit Atemluft versorgt hat", sagte der stellvertretende Glauchauer Wehrleiter, Mike Wunderlich.

Die Feuerwehren kommen derzeit kaum noch zur Ruhe. Nach dem Strohlagerbrand im Meeraner Ortsteil Dittrich und dem Ölfilm auf der Zwickauer Mulde nun das Feuer in Rothenbach. Mehr als 70 Kräfte - inklusive Rettungsdienst und Polizei - seien am Vormittag im Einsatz gewesen. Dramatisieren wolle er den Brand jedoch nicht. "Da hatten wir schon weitaus größere Sachen", so Wunderlich. Dennoch: Am Nachmittag kämpften noch immer mehr als 30 Feuerwehrleute mit den Folgen des Brandes. Und auch der Rettungsdienst stand noch bereit. "Schwierig ist es, weil alles im Haus massiv verqualmt ist, die Kameraden nur mit starker Atemlufttechnik arbeiten können und deswegen auch immer mal wieder eine Pause brauchen", erklärte Wunderlich. Unmittelbar nach den Löscharbeiten wurde gegen Mittag damit begonnen, Wände und Decken aufzubrechen, weil darin noch Schwelbrände vermutet wurden. Um die Brandherde schnell zu entfernen, entsorgten die Feuerwehrmänner Balkenteile und verkohltes Holz aus den weit geöffneten Fenstern des Bauerngutes. Ein Feuerwehrmann, der mit einer Drehleiter am Schornstein des Gebäudes hochgefahren wurde, kontrollierte mittels einer Rauchpatrone, ob die haushohe Esse Beschädigungen davongetragen hat.

Die Bewohner des Bauerngutes seien inzwischen woanders untergekommen, so der stellvertretende Glauchauer Wehrleiter. Die Höhe des Schadens stand gestern noch nicht fest. Die Kriminalpolizei ist derzeit dabei, die Brandursache zu ermitteln. Gegen 14.30 Uhr rückten die Feuerwehrleute ab.

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