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Die Schönberger hoffen, dass sie bald wesentlich schneller im Internet surfen können.

Foto: Andreas Kretschel

Bürger kritisieren Internetausbau im Dorf

Bei einem Infoabend regen sich die Schönberger darüber auf, dass die Telekom keinen Termin nennen würde, wann es mit dem Breitbandausbau losgeht. Dabei haben die Bauarbeiten schon begonnen.

Von Tanja Goldbecher
erschienen am 11.01.2018

Schönberg. Die Stimmung in der Tettauer Bauernstube schaukelt sich hoch. Der Grund für den Ärger der Bürger ist die vorgestellte Markterkundungsanalyse in Schönberg. Denn Frank Anderssohn von der beauftragten Beratungsfirma MRK Medien AG erklärt zwar, dass die Telekom den Großteil von Schönberg innerhalb von drei Jahren ausbauen will. Doch die Schönberger möchten wissen, wann genau das geschehen soll - und vor allem was passiert, wenn sich die Telekom nicht an ihr Versprechen hält.

Der Witz an der Sache ist jedoch, dass die Telekom längst mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde begonnen hat. Das berichtet Georg von Wagner, Sprecher der Telekom, auf Nachfrage der "Freien Presse". "Innerhalb eines Jahres wollen wir den Ausbau dort abschließen", fügt Wagner hinzu. Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde würden dann zur Verfügung stehen. Warum die Nachricht noch nicht in Schönberg angekommen ist, könne er nicht erklären - die Info hätte schließlich dem Dresdner Beratungsunternehmen, das die Analyse durchgeführt hat, vorgelegen. Die Telekom wolle aber nun Kontakt mit Bürgermeister Dietmar Öhler (CDU) aufnehmen.

Es handelt sich um eine wichtige Information, die den aufgebrachten Schönbergern den Wind aus den Segeln hätte nehmen können. "Bis jetzt haben wir mehr Fragen gestellt als Antworten bekommen", sagt zum Beispiel Gemeinderat Jürgen Weber während der Versammlung. Ein anderer Bürger fordert: "Die Telekom soll hier herkommen und uns Rede und Antwort stehen." Die Analyse hatte ergeben, dass die Telekom plant, den Breitbandanschluss von etwa 80 Prozent der rund 400 Haushalte in Schönberg auf eigene Kosten auszubauen. Für die restlichen etwa 90 Haushalte könnte die Gemeinde eine Förderung für den Netzausbau bei Bund und Freistaat beantragen. Das betrifft zum Beispiel Breitenbach, Oberdorf und einen Teil von Köthel. Sind die Fördergelder bewilligt, kann sich die Gemeinde zwischen zwei Varianten entscheiden: Entweder, sie sucht einen Anbieter, der das Netz ausbaut. Oder die Kommune bleibt Eigentümerin und beauftragt nach dem Ausbau einen Betreiber des Netzes. Laut Anderssohn bevorzugen die meisten Gemeinden ersteres, das Wirtschaftlichkeitslückenmodell.

Für dieses Modell hat sich auch Meerane entschieden. Die Stadt hat rund 10 Millionen Euro Fördergeld für den Breitbandausbau erhalten. Bürgermeister Lothar Ungerer (parteilos) hatte in diesem Zusammenhang bedauert, dass kein gemeinsames Projekt mit Schönberg zustande gekommen war.

 
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