CDU bringt neue Schule ins Gespräch

Wenn in der Sachsenallee die Sanierung beendet ist, schließt die Erich-Weinert-Grundschule. Die Frage ist, was danach passieren soll.

Glauchau.

Bis Mitte nächsten Jahres wird es wohl noch dauern, bis die Grundschule im Glauchauer Wohngebiet Sachsenallee fertig saniert ist. Die Arbeiten haben in diesem Frühjahr begonnen. Bislang gilt der Plan, dass die Erich-Weinert-Grundschule nicht mehr gebraucht wird, sobald die Sachsenalleeschule wieder zur Verfügung steht. Glauchau hätte dann eine Grundschule weniger und nur noch die drei staatlichen Schulen in Niederlungwitz, am Rosarium und in der Sachsenallee sowie die Internationale Grundschule im Stadtteil Wehrdigt, deren Träger die Saxony International School "Carl Hahn" ist. In ihre Grundschulen, bis auf die Erich-Weinert-Schule, hat die Stadt Glauchau in den letzten Jahren mehrere Millionen Euro gesteckt, um sie auf Vordermann zu bringen.

Unklar hingegen ist offenbar, wie sich die Schülerzahlen in Glauchau künftig entwickeln werden. Nach Ansicht der CDU-Fraktion im Glauchauer Stadtrat haben sich die in der Vergangenheit aufgestellten Prognosen nicht bestätigt. "Deshalb soll die Stadt beauftragt werden, die notwendigen Schritte zum Neubau einer Grundschule in Glauchau zu prüfen", sagt der Fraktionsvorsitzende Karsten Ulbricht. Mit knapper Mehrheit - zehn Ja- und neun Gegenstimmen - hat der Stadtrat den Vorschlag der Christdemokraten angenommen. Zu den Gegnern gehören die Freien Wähler. Deren Stadtrat Stephan Wusowski sagte: "Ein derartiger Prüfauftrag ist nicht zielführend und bindet viel zu viel Verwaltungskraft."

Die CDU schlägt den Bau einer neuen Grundschule vor, weil eine Sanierung des Gebäudes, in dem die Erich-Weinert-Schule untergebracht ist, weitaus teurer wäre als ein Neubau. Weil die Anzahl der Grundschulkinder in Glauchau in den nächsten 20 Jahren unsicher sei, schlägt die CDU-Fraktion einen Bau-Komplex vor, der es möglich macht, die Räume auch anders nutzen zu können.

Zuständig für den Schulnetzplan ist der Landkreis Zwickau, der momentan an der Aktualisierung arbeitet und den Plan Ende 2019 den Kreisräten vorlegen will. Das zumindest wurde Anfang des Jahres den Mitgliedern des Bildungs- und Kulturausschusses in Aussicht gestellt. Im bisherigen Schulnetzplan aus dem Jahr 2009 geht der Landkreis davon aus, dass die Anzahl der Schulanfänger bis 2020/21 um mehr als ein Drittel sinkt, gemessen an der Zahl von 2010. Laut Integriertem Stadtentwicklungskonzept der Stadt Glauchau ändert sich im gleichen Zeitraum die Zahl der Grundschüler kaum. Sie lag im Schuljahr 2015/16 bei 851.

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