Eine Schule und eine Band feiern gemeinsam ihr 20-Jähriges

Die Meeraner SWS Big Band und die Waldenburger Freie Jugendkunstschule geben morgen ein gemeinsames Festkonzert. Damit vertieft sich eine langjährige Kooperation.

Meerane/Waldenburg.

Über 20 Jahre gemeinsam Musik zu spielen, schaffen nicht viele Bands. Früher oder später stellt sich bei etlichen Gruppen die Frage, ob man nicht doch besser getrennte Wege gehen sollte. Doch bei der Meeraner SWS Big Band gab es all die Jahre zwei Konstanten, die das beschwingte Musikspiel am Laufen gehalten haben: der musikalische Leiter Peter Pfeiffer und Baritonsaxofonist und Organisator Wolfgang Graichen. Alle anderen Musiker der Band haben innerhalb der vergangenen 20 Jahre gewechselt.

Das langjährige Bestehen will die Gruppe morgen Abend ab 19 Uhr in der Meeraner Stadthalle mit einem Festkonzert feiern, der Eintritt dafür ist frei. Wie es der Zufall will, zelebriert auch die Freie Jugendkunstschule Waldenburg in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Deshalb werden bei dem Festkonzert zunächst die Musikschüler von der Außenstelle in Meerane auf der Bühne stehen und nach einer Pause die etwas älteren Swing-Musiker, die zum Beispiel Klassiker von Glenn Miller vortragen.

Mit diesem ersten gemeinsamen Konzert wird zugleich die Kooperation zwischen der Musikschule und der Band vertieft. Denn bereits seit 1999 darf die Gruppe in der Aula des Europäischen Gymnasiums Meerane an der Pestalozzistraße proben. Der Schulträger ist das Europäische Gymnasium Waldenburg, das auch die Jugendkunstschule an mehreren Standorten betreibt. Im Gegenzug hat die Big Band bereits Konzerte für die Schüler gegeben. Eine weitere Verbindung besteht zudem auf privater Ebene. Denn der Leiter der Freien Jugendkunstschule, Olaf Richter, hilft gelegentlich als Bassist in der Big Band aus.

Für Richter ist die Zusammenarbeit aber auch auf professioneller Ebene wichtig. "Wir freuen uns, wenn unsere Musikschüler und Sänger auch nach der Ausbildung in Ensembles mitwirken", sagt Richter.

Von solchen Kooperationen ist auch Wolfgang Graichen begeistert. So konnten ein paar Nachwuchs-Musiker für die Big Band bereits aus der Stollberger Musikschule gewonnen werden. Doch Graichen betont, dass die Anforderungen an die Musiker über die ganzen Jahre hochgehalten wurden. "Exaktheit, Zuverlässigkeit und ein Gefühl für den besonderen Swing-Charakter der Musik müssen gegeben sein", sagt der Meeraner.

Bei dem morgigen Festkonzert kommt zudem noch mehr regionales Engagement zum Tragen: Auch die Meeta-Girls, der bekannte Meeraner Tanzverein, wird sich mit einer Performance beteiligen. Wolfgang Graichen hofft, dass sich etwa 600 Zuhörer in der Stadthalle einfinden werden, etwa 1800 Flyer hat er dafür drucken lassen.

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