Für zwei Kliniken gibt es nur noch einen Chef

Roland Knöfler leitet Glauchauer und Werdauer Krankenhaus

Glauchau.

Zusätzliche Arbeit und mehr Verantwortung kommt in Zukunft auf Roland Knöfler zu. Der Geschäftsführer des Rudolf-Virchow-Klinikums in Glauchau sitzt nun auch noch auf dem Chefsessel der Pleißentalklinik in Werdau. Die Personalentscheidung hat Landrat Christoph Scheurer (CDU) getroffen. In Werdau tritt Knöfler in die Fußstapfen von Helmut Schädlich, der am Ende der letzten Woche in den Ruhestand verabschiedet wurde.

"Es gab vom Landrat die Anfrage und Bitte, ob ich die Geschäftsleitung für das Haus in Werdau übernehmen kann", sagte Roland Knöfler, der seit der Wende für das Krankenhaus in Glauchau verantwortlich ist. Er macht deutlich, dass es auch viele andere Beispiele aus der Gesundheitsbranche gibt, wo sich Geschäftsführer um mehrere Häuser kümmern. Die Frage, wieviel Arbeitszeit er in Zukunft für die Aufgaben in Werdau und die Tätigkeit in Glauchau investiert, kann der Klinik-Chef (noch) nicht beantworten. "Ich muss selbst erst einmal abwarten, wie sich die Dinge in der Praxis entwickeln", sagt Knöfler. "Das Haus ist gut aufgestellt und kein Notfall", macht er mit Blick auf die Zahlen der Pleißentalklinik deutlich. Die Werdauer Einrichtung habe im zurückliegenden Jahr mit einer "schwarzen Null" abgeschlossen.

Die Mediziner in Glauchau haben in der Vergangenheit rund 15.000 Patienten pro Jahr stationär behandelt. Im Pleißental-Klinikum gab es 2015 11.027 stationäre Behandlungen. Durch die Doppel-Rolle von Roland Knöfler ergibt sich in Zukunft die Möglichkeit von Synergieeffekten. "Die gab es auch schon in der Vergangenheit zum Beispiel beim Austausch von Spezialisten genutzt", sagte der Klinik-Chef.

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