Heftige Turbulenzen rund um Veranstaltung in Kiesgrube

Beim Stock-Car-Rennen am Männertag steht eigentlich die Gaudi im Mittelpunkt. Doch hinter den Kulissen gibt es heftigen Zoff, die bisherigen Organisatoren fühlen sich ausgebootet.

Crimmitschau/Meerane.

Das Stock-Car-Rennen, das am morgigen Männertag in der Gablenzer Kiesgrube stattfinden soll, wird laut Mitorganisator Dominic Würfel nicht mehr von einem Meeraner Stock-Car-Team mitverantwortet. Ein Reinsdorfer Team tritt stattdessen erstmals als Co-Veranstalter der traditionell gut besuchten Sause auf.

Bei dem Wechsel des Personals geht es auch um verletzte Eitelkeiten, gebrochene Versprechen und natürlich das liebe Geld - die Veranstaltung lockte zuletzt etwa 1000 bis 2000 Besucher. Der Wechsel ging dabei nicht reibungslos über die Bühne. Ausgangspunkt war unter anderem der Verkauf der Kiesgrube. Sie wechselte vor gut einem Jahr den Besitzer. Das nun als Mitveranstalter auftretende Reinsdorfer Team Carnology Eastside hatte offenbar den besseren Draht zum neuen Eigner, einem Transportunternehmen aus Mülsen. "Das ist schon krass gelaufen", sagt Christian Bock vom Team Scram Meerane, das in der Kiesgrube bis zum vergangenen Jahr den Helm aufhatte. "Wir hatten eine mündliche Abmachung, dass wir die Kiesgrube für das Datum reservieren wollten. Das Nächste, was wir gehört haben war, dass jemand anderes schneller war."

Der Zwist zwischen den beiden Teams hat sich zumindest nach Darstellung der Meeraner Schrauber auch an den Regeln und deren Auslegung entzündet. "Wir sind Stock-Car-Rennen gefahren und haben dabei nicht unbedingt den Feindkontakt gesucht. Die Reinsdorfer wollen eher Crash-Car fahren. Und da hat es eben im vergangenen Jahr sehr verschiedene Meinungen gegeben", sagt Bock.

Das veranstaltende Team aus Reinsdorf gibt sich derweil zugeknöpft. Auf eine Anfrage der "Freien Presse" schickte man Co-Organisator Dominic Würfel vor, der als Einziger der Veranstaltung treu blieb und als Seitenwechsler keine Partei ergreifen will: "Das sind interne Vorgänge, dazu will ich nichts sagen." Er zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass langfristig eine Lösung gefunden wird, mit der beiden Parteien geholfen ist: "Es wird vielleicht eine zweite Veranstaltung in der zweiten Jahreshälfte geben. Der Zulauf an Teams und an Zuschauern ist zumindest ungebrochen, das würde Sinn machen."

Das Meeraner Team ist durchaus an dem zweiten Datum interessiert. "Aber in diesem Jahr wird das wohl nichts mehr", sagt Bock. Man habe das Problem, dass in der Gablenzer Kiesgrube keine Termine mehr frei sind, weil Verordnungen lediglich fünf Veranstaltungen im Jahr erlauben. Daher muss ein anderer geeigneter Ort gefunden werden. Man will nun unter den treuen Anhängern ausloten, ob ein zweites Rennen in der Region gewünscht sei.

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