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Meeranes Bürgermeister Lothar Ungerer während seiner Laudatio für Jürgen Schieferdecker (vorn rechts). Bei der anschließenden Gesprächsrunde nahm die Aufmerksamkeit des Publikums jedoch ab.

Foto: Ralph Koehler/propicture

Kritik nach Vereinsjubiläum: Vernissage zu überladen

Ein Vereinsmitglied holt nach der aufwendigen Festveranstaltung öffentlich zum Rundumschlag aus. Der Vorstand liefert nun eine Erklärung.

Von Tanja Goldbecher
erschienen am 09.06.2018

Meerane. Mit viel Aufwand hat der Meeraner Kunstverein Mitte Mai sein 25-jähriges Jubiläum begangen. An der dafür inszenierten Ausstellung beteiligten sich rund 70 Künstler. Außerdem organisierte der Vereinsvorstand gemeinsam mit Galerieleiterin Claudia Peters ein Festwochenende in der Stadthalle - dort wurde vor genau 45 Jahren Meeranes erste Kunstgalerie eröffnet. Doch anstatt Lob gab es im Nachhinein Kritik - und das öffentlich auf einer Internetseite.

"Der Vorstand des MKV hat sich sehr bemüht, verschiedene Veranstaltungen anzubieten - leider, um es drastisch zu sagen: ,Außer Spesen nichts gewesen!'", heißt es in dem auf der Facebook-Seite "Galerie Meerane" veröffentlichten Resümee. Betreiberin der Seite, die 350 Menschen gelikt haben, ist die ehemalige Schatzmeisterin des Vereins, Christiane Zesch. Sie ist vor einem Jahr gemeinsam mit der damaligen Vereinschefin Birgit Salzbrenner von ihrem Amt zurückgetreten, jedoch als Mitglied im Verein verblieben. Zesch kritisiert, dass die Doppelvernissage am 16. Mai mit mehreren Laudationen und einer Gesprächsrunde zu überladen gewesen ist. Denn noch vor der Jubiläumsvernissage des Vereins wurde zunächst etwa eine Stunde lang die neue Ausstellung von Jürgen Schieferdecker im städtischen Teil der Galerie eingeweiht. Bei der anschließenden Gesprächsrunde zum Vereinsjubiläum nahm die Aufmerksamkeit des Publikums ab. "Schade, denn viele der ausstellenden Künstler waren anwesend - ohne namentlich überhaupt genannt zu werden", schreibt Zesch.

Dem schließen sich die Zwillinge Marcel und Robby Oertel an, die als Gebrueder Onkel ebenfalls Werke für die Jubiläumsvernissage zur Verfügung gestellt hatten und an dem Abend vor Ort waren. "Unserer Meinung nach hätte man nicht bedeutend mehr über einen einzelnen Künstler reden sollen, als über die vielen anderen, die auch extra zum Jubiläum gekommen waren", sagt Robby Oertel. "Schieferdecker hätte extra gemacht werden müssen."

Die Kritik sieht der Vorstand des Kunstvereins ein. Laut dem Vorsitzenden Thomas Fiek war es auch anders geplant. Die Stadt habe jedoch aufgrund des schlechten gesundheitlichen Zustands von Schieferdecker den Verein gebeten, dessen Vernissage vorzuziehen. "Wir wissen, dass wir da kein gutes Bild abgegeben haben", sagt Fiek. Man hätte jedoch keinesfalls alle anwesenden Künstler namentlich erwähnen können.

Zesch kritisiert weiterhin, dass beim Festwochenende in der Stadthalle kaum Besucher da waren. Vereinschef Fiek sagt dazu: "Wir waren auch enttäuscht, dass nicht mehr Vereinsmitglieder gekommen sind." Über 1000 Einladungen seien verschickt worden, aber nur knapp 100 Besucher habe man an beiden Wochenendtagen dort begrüßt. "Die Organisation hat aber grundsätzlich gut geklappt", fügt er hinzu. Außerdem habe der neue Vorstand seit einem Jahr die Galeriebesucher verdoppelt und etwa zehn Prozent neue Mitglieder gewonnen.

An Kritik stört sich der Vorstand nicht - Auseinandersetzungen würden die Kunst beflügeln. Doch der Name der Facebook-Seite sei irreführend - etliche landen zuerst auf dieser Seite, wenn sie im Internet nach Galerie Meerane suchen. Die beiden eigenen Seiten des Vereins, die weniger Likes haben, tauchen nicht sofort auf. "Es muss ersichtlich sein, dass es sich um eine private Seite von Frau Zesch handelt", sagt Fiek. Er will prüfen, ob eine Namensänderung eingefordert werden kann. Ein Gespräch mit Vereinsmitglied Christina Zesch schließt der Vorstand aus. Zesch sagt zum Thema Facebook-Seite: "Die Seite war schon immer privat, die lasse ich mir auch nicht wegnehmen."

 
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