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Die neue Hochwasserschutzmauer in Schönberg spaltet die Anwohner in zwei Lager: energische Kritiker und dankbare Befürworter.

Foto: Andreas Kretschel

Nachbarschaftszwist um Mauerbau

Pfusch oder Vorzeigeprojekt? Die Meinungen über das Hochwasserschutzvorhaben in Schönberg sind offenbar gespalten.

Von Tanja Goldbecher
erschienen am 13.02.2018

Schönberg. Das Ehepaar Ute und Andreas Härtig in Schönberg bekommt Gegenwind: Die beiden hatten öffentlich, aber nicht als einzige Einwohner, den Bau der neuen Hochwasserschutzmauer an der Schönberger Hauptstraße kritisiert. Nun melden sich Anwohner zu Wort, die das ganz anders sehen. Ihren Namen nennen wollen sie allerdings nicht.

Das Zwickauer Landratsamt, das für das Projekt verantwortlich ist, hatte die Vorwürfe der Härtigs zurückgewiesen. Nach Meinung der Behörde ist die Mauer samt der neuen Straße korrekt errichtet worden. Eine Nachbarin pflichtet dem Amt bei. "Wir sind absolut zufrieden damit, wie die Baufirma die Schutzmauer und die Anwohnerbrücken gebaut hat", sagt die Frau. Ihr Grundstück sei vom Hochwasser 2011 sehr stark betroffen gewesen. "Ich bin froh, dass der Hang jetzt durch die Mauer abgesichert ist", fügt sie hinzu. Schließlich habe die Gefahr bestanden, dass sich dieser bei starken Regenfällen absenkt. Die Anwohnerin und ihr Mann wollen sich von den Vorwürfen der Härtigs distanzieren. Baumängel könne man nicht feststellen. Im Gegenteil: Ihnen sei die Umsicht der Arbeiter während des Bauprojektes an der Hauptstraße positiv aufgefallen.

Die Kritiker hatten hingegen etliche Mängel aufgelistet. Sie würde die Drainage nicht richtig funktionieren. Deshalb sammle sich nun Wasser in dem Keller ihres Wohnhauses, das sich direkt neben der Schutzmauer befindet. Das Straßenbauamt des Landkreises, das rund 2Millionen Euro in den Bau der Schutzmauer investiert hat, hält das allerdings für unmöglich. Die Stützwand sei etwa zwei Meter tiefer gegründet als die Sohle des Kellers der Familie Härtig. "Nach Inaugenscheinnahme durch die Bauleute weist dieser Bergkeller schon immer ein hohes Maß an Feuchtigkeit auf", hieß es in einer Stellungnahme der Behörde. Das Wasser sammle sich also nicht erst seit dem Bau der Mauer dort. Das Bauwerk wurde zudem in der vergangenen Woche erneut begutachtet.

Ute Härtig hat angekündigt, juristisch gegen den Landkreis vorzugehen. Unterdessen gehen die Bauarbeiten in Schönberg weiter. Denn die Schutzmauer ist im Zuge der Erneuerung der Hauptstraße gebaut worden. Nun steht der nächste Bauabschnitt an. Dieser verläuft vom Schönberger Gemeindeamt bis zum Ortsausgang in Richtung Tettau. Der sogenannte "Tettauer Berg" muss dabei wahrscheinlich abgesenkt werden. Hintergrund ist der vorgeschriebene Abstand zwischen Straße und Stromleitung. Laut dem Landratsamt stehen die Kosten für diesen Bauabschnitt derzeit noch nicht fest.

 
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