Sachsens Kabinett als Dauergast

Zuletzt war viel Polit- Prominenz in der Region. Weitere Besuche finden am Donnerstag statt. Ist das alles Zufall?

Glauchau.

Die grüne "So-geht-sächsisch"-Jacke von Michael Kretschmer (CDU) ist zuletzt zweimal in der Glauchauer Region zum Einsatz gekommen. Der Ministerpräsident reiste vorgestern zum Radlersonntag nach Dennheritz, nachdem er bereits am 1. Mai in Remse auf dem Sattel saß. Der Görlitzer, der im Dezember Stanislav Tillich (CDU) ablöste, gab sich in Alltagskleidung locker und volksnah.

Auch andere Kabinettsmitglieder tauchen in der Region auf. Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) informierte sich am Mittwoch in Waldenburg über das Förderprogramm Leader, am kommenden Donnerstag besucht Kultusminister Christian Piwarz (CDU) die Internationale Grundschule Glauchau. Soviel Präsenz aus Dresden hat die Region zuletzt nicht einmal im Wahljahr gehabt. Ist das Zufall? Eher nicht, meint die Glauchauer CDU-Landtagsabgeordnete Ines Springer. "Die meisten Besuche sind lange vorher geplant", sagt sie. "Das richtet sich nach den Terminkalendern der jeweiligen Ministerien." Kretschmers Ausflug am Sonntag habe schon länger festgestanden. Thomas Schmidts Aufenthalt sei ein reiner Arbeitsbesuch gewesen.

Ein wirklicher Zufall, so Springer, war nur der Radlerfrühling, wo der Regierungschef auf Einladung einer Remser Seniorengruppe erschienen ist. Die Gruppe besuchte den Dresdener Landtag, als der Ministerpräsident höchstpersönlich um die Ecke kam. Auf die spontane Einladung der Remser gab Kretschmer eine spontane Zusage. Der Regierungswechsel in Dresden spiele wohl auch eine Rolle. Springer: "Es finden inzwischen mehr Gespräche mit der Basis statt. Bürgermeister seien bislang meist nach Dresden gefahren, inzwischen fahren Minister auch oft vor Ort.

Und weil aller guten Dinge drei sind, kommt es am Donnerstag gleich zur nächsten Kretschmer-Visite: Beim Meeraner IT-Unternehmen N&P spricht er mit Bürgermeistern über den Breitbandausbau. Ein Dauerthema, bei dem aus Sicht vieler Kommunen der Devise "So geht sächsisch" handfeste Taten folgen sollten.

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