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Bürgermeister Erik Seidel an seinem neuen Arbeitsplatz. Den Chefsessel hat er selbst gekauft.

Foto: Andreas Kretschel

"Den Chefsessel habe ich gern aus der eigenen Tasche bezahlt"

Der neue Bürgermeister von Gersdorf spricht über seine ersten Tage im Amt, Bürgernähe und Vorhaben

erschienen am 11.01.2018

Gersdorf. Seit Weihnachten ist Erik Seidel (parteilos) nicht mehr Schwachstromtechniker, sondern Bürgermeister von Gersdorf. Hans-Peter Kuppe sprach mit ihm über die ersten Tage im Amt.

Freie Presse: Wie fühlt sich denn der Amtssessel des Bürgermeisters an?

Erik Seidel: Sehr gut. Es ist ja mein eigener, neu gekauft. Den Chefsessel habe ich gern aus der eigenen Tasche bezahlt. Sonst hätte ich erst Angebote einholen müssen, das war mir zu umständlich. Der Stuhl meines Vorgängers war mir zu rutschig. In dem Job braucht man ja viel Sitzfleisch. Das ist eben der große Unterschied zu dem, was ich bisher gemacht habe. Es ist ein abrupter Wechsel von schwerer körperlicher Arbeit zu Kopfarbeit. Deshalb bin ich über jeden Gang durchs Rathaus froh, versuche mich so viel wie möglich zu bewegen und die Ämter persönlich aufzusuchen.

Worauf haben Sie sich in den ersten Tagen konzentriert?

Zwischen den Feiertagen habe ich die Zeit genutzt, um mich in Akten einzulesen und einen Überblick zu bekommen. Das war intensiv. Da war kaum vor 21.30 Uhr Feierabend. Das Ergebnis ist eine lange Liste mit Fragen, die ich jetzt abarbeite. Aber dafür habe ich eine Rathausmannschaft, die mich sehr kollegial aufgenommen hat, und einen Vorgänger, der für alle Fragen offen ist.

Andere Bürgermeister haben beim Amtsantritt erst einmal umstrukturiert ...

Ich habe eine funktionierende Verwaltung mit kompetenten Mitarbeitern übernommen. Im Moment sehe ich keine Notwendigkeit zu Veränderungen, weder strukturell noch personell. Im Gegenteil, ich wünschte mir noch ein paar Leute hinzu, vor allem im Bauhof.

Im Wahlkampf haben Sie angekündigt, mehr mit Bürgern zu sprechen. Bleibt es dabei?

Natürlich. Ich werde versuchen, wie zu Alt-Bürgermeister Günter Löfflers Zeiten, Rundgänge durchs Dorf zu unternehmen, aber in kleiner Runde, nicht mit der ganzen Corona. Ich habe schon mit etlichen Leuten gesprochen. Da erfährt man viele Sorgen und Wünsche der Bürger.

Was wünschen die sich denn?

Na im Moment etwas mehr Ruhe. Ich meine, was das Baugeschehen im Ort anbelangt. Da sind die Gersdorfer in letzter Zeit ziemlich belastet. Wir können aber auch noch keine Entwarnung geben. Der letzte Bauabschnitt am Marktgewölbe, zwischen Erlbacher Straße und Hessenmühle, wird noch mal Verkehrseinschränkungen bringen.

Wo liegen denn die Schwerpunkte fürs Jahr 2018?

Natürlich bei den Maßnahmen zum Beseitigen der Hochwasserschäden. Und wir müssen das Projekt Regenrückhaltebecken hinterm alten Netto voranbringen. Wie wichtig das ist, zeigt die Tatsache, dass der aktuelle Bauabschnitt des Marktgewölbes insgesamt 20-mal abgesoffen ist. Das hat enorme Kosten verursacht.

Wie wollen Sie denn die Doppelbelastung Bürgermeister und Chef des SSV Blau-Weiß Gersdorf unter einen Hut bringen?

Gar nicht. Ich gebe den Vorsitz ab. Ich müsste Verträge mit mir selbst machen. Das geht nicht. Mit Angela Rada habe ich eine Nachfolgerin gefunden, die sich der Wahl stellt. Ich bleibe dem Turnen treu und werde weiter als Trainer arbeiten.

 
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