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Nico mit Ehefrau Anni und den Kindern Emma (r.) und Maxi.

Foto: Andreas KretschelBild 1 / 2

Hier bekommt unser Olympionike einen Abschiedskuss

Nico Ihle aus Lichtenstein ist der einzige Athlet aus dem Landkreis Zwickau, der an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilnimmt. Gestern hat er sich von seiner Familie verabschiedet.

Von Erik Kiwitter
erschienen am 12.02.2018

Lichtenstein. Die Koffer sind gepackt. Vier Stück hat Nico Ihle (32). Alle sind für die Olympischen Winterspiele in Südkorea bestimmt. Allein 50 Teile gehören zur Olympia-Ausrüstung der deutschen Mannschaft (unter anderem Podiums-, Trainings- und Freizeitbekleidung). "Das muss ja alles irgendwie mit", sagt der Sportler lachend. Allerdings: Zwei der vier Koffer hat er schon vor ein paar Tagen nach Korea abgeschickt. Als Vorhut gewissermaßen.

Gestern Mittag herrschte Abschiedsstimmung im Hause Ihle in Lichtenstein. Die beiden kleinen Töchter Maxi (1) und Emma (5) huschen durch das Wohnzimmer. Die größere von beiden gibt ihren Papa noch ein Bild, das sie gemalt hat. "Das ist Ariel", sagt das Kind stolz. Es weiß, dass sein Papa wieder für ein paar Wochen weg muss. Es weiß auch, dass er zu den Olympischen Spielen nach Südkorea fliegt. Welche große Bedeutung diese Sportveranstaltung hat, dass wird es erst in ein paar Jahren wissen.

Der Eisschnellläufer Nico Ihle aus Lichtenstein ist sozusagen unser Olympionike. Er ist der einzige Athlet aus dem Landkreis Zwickau, der an dem Großereignis teilnimmt. Die Eröffnungsveranstaltung fand zwar bereits am Freitag statt. Aber damit der Abstand zwischen Anreise und erstem Wettkampf am 19. Februar nicht allzu groß ist, startete er erst gestern.

Für Ehefrau Anni sind die vielen Reisen, die ihr Mann wegen dem Sport unternimmt, Alltag. Die junge Krankenschwester aus dem DRK-Krankenhaus in Lichtenstein hat sich daran gewöhnt, dass Nico häufig nicht zu Hause ist. Sie sind seit 14Jahren ein Paar, kennen es nicht anders. "Natürlich freue ich mich, wenn mein Mann zur Weltmeisterschaft oder zu Olympischen Spielen fährt", sagt sie. Dann fügt sie hinzu: "Na ja, irgendwann hat das ja auch ein Ende." Die Hälfte des Jahres wäre Nico nicht zu Hause. Einmal hätte es sogar ein Jahr gegeben, in dem ihr Ehemann 300 Tage unterwegs in Trainingslagern oder zu Wettkämpfen gewesen sei. Auch nach den Olympischen Spielen kommt er noch nicht gleich nach Lichtenstein zurück. Nach Korea steht noch eine Weltmeisterschaft an. "Ja, manchmal ist das schon nicht ganz einfach", sagt auch Nico.

Anni und Nico telefonieren oder skypen natürlich viel. Und die Kinder sehen ihren Papa vielleicht im Fernsehen. Ob sich Anni die beiden Rennen ihres Mannes bei den Spielen im TV anschauen wird, weiß sie aber noch gar nicht so genau. "Manchmal halte ich das vor lauter Aufregung gar nicht aus", sagt sie. Dann gibt sie Nico, unserem Olympioniken, ein Abschiedsküsschen.

 
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