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Im Ortszentrum von Lauenhain steht der Maibaum. Daran befindet sich neben Symbolen von Firmen und Vereinen auch ein passender Spruch. Er stammt aus der Feder von Kulturwart Eberhard Schröter.

Foto: Thomas Michel

Idylle des Ortes hat schon den König von Sachsen begeistert

Kreisgeschichte(n): Woher Westsachsens Städte und Dörfer ihre Namen haben. Teil 79: Lauenhain.

Von Holger Frenzel
erschienen am 15.11.2017

Lauenhain. Drei kleine Dörfer gehören zum Crimmitschauer Ortsteil Lauenhain. "Der Paradiesbach teilt die Ortschaft ein in Harthau, Gersdorf und Lauenhain", sagt Eberhard Schröter. Der 79-Jährige hat als Kulturwart des Schützenvereins auch etliche Informationen zur Ortsgeschichte zusammengetragen und den originellen Spruch am Maibaum verfasst, der vor dem Gemeindehaus steht.

Anfang des 13. Jahrhunderts siedelten sich die ersten fränkischen Bauern an. Ihr Einfluss ist bis heute an Vierseitenhöfen sichtbar - unter anderem durch das Fachwerk und die Schieferdächer. Die Herrschaft über die Dörfer lag vor der Reformation beim Kloster Grünhain - ermöglicht durch eine Schenkung um 1280 von den Besitzern Berthold von Ende und Konrad von Auerbach mit Bewilligung der Lehnsherren, der Vögte von Weida und Gera.

Auf der östlichen Seite des Paradiesbaches liegt Harthau. Die Siedlung wurde 1271 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das Waldhufendorf verdankt seinen Namen dem Wort "Harz". Spätere Schreibweisen waren unter anderem Harthau, Harte und Hart. Auf der Flur von Harthau befinden sich die kleine Dorfkirche im romanischen Stil und das Rüstzeitheim.

Zwei Siedlungen sind auf der westlichen Seite des Paradiesbaches zu finden. Die erste urkundliche Erwähnung von Gersdorf gab es 1274. Es hat seinen Namen vermutlich dem ersten deutschen Siedler "Gerhardt" zu verdanken. 1278 tauchte erstmals die Bezeichnung von Lawenhain auf. "Wahrscheinlich, weil es sich um einen Ort handelt, der von vielen Laubholzbäumen umgeben war", sagt Schröter. Er hat in den Archiven verschiedene Schreibweisen von Lauenhain gefunden. Dazu gehören Lahnhain (1628), Löwenhayn (1666), Lähnhayn (1698) und Lauenhayn (1749). Die Grenze zwischen Lauenhain und Gersdorf bildete ein Graben zwischen dem Pfeiferschen und dem Schmiederschen Bauernhof - kurz hinter dem heutigen Gerätehaus der Ortsfeuerwehr.

Die Idylle im Tal des Paradiesgrundes hat selbst König Albert von Sachsen gefallen. Er schlug am 24. September 1881 ein Biwak auf der Wiese des Gutsbesitzers Gottlieb Friedrich auf. "Unser Ort kann mit seiner schönen Landschaft und starken Dorfgemeinschaft punkten", sagt Schröter. Dazu tragen Ortsfeuerwehr, Kirchgemeinde, Pferdesportler und Schützenverein bei. Lauenhain hat rund 600 Einwohner. Der Ort gehörte nach der Wende zunächst zum Verwaltungsverband Mosel. 1999 folgte die Eingemeindung nach Crimmitschau.

 
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