Künstler Klaus Hirsch tödlich verunglückt

In der "Kleinen Galerie" in Hohenstein-Ernstthal läuft zurzeit noch seine Ausstellung. Die Leiterin der Einrichtung will ihn heute würdigen.

Hohenstein-Ernstthal.

Während seine Ausstellung unter dem Titel "Vom Mensch" in der Kleinen Galerie in Hohenstein-Ernstthal bisher schon Hunderte von Besuchern angelockt hat, kommt der Künstler unter tragischen Umständen ums Leben. Die Rede ist von Klaus Hirsch aus Lugau. Dessen beeindruckende Bilder sind seit 25. Januar in der Karl-May-Stadt zu sehen. Es ist Hirschs dritte Ausstellung in Hohenstein-Ernstthal. Jetzt ist er tot.

Klaus Hirsch ist, wie jetzt bekannt wurde, am Sonntagmorgen in Oelsnitz verunglückt. Passanten wurden auf einen VW aufmerksam, der in einem Seitengraben stand. Der Fahrer lag zehn Meter vom Auto entfernt unterhalb eines Hanges. Es war Klaus Hirsch. Die herbeigerufenen Notärzte und Sanitäter versuchten ihn zu reanimieren. Doch vergeblich. Der Künstler verstarb wenig später am Unfallort. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei des zuständigen Polizeireviers Chemnitz zu der genauen Todesursache. Laut Polizeisprecher Steve Berger konnte bisher noch nicht geklärt werden, ob Klaus Hirsch an den Folgen des Unfalls verstorben ist oder aufgrund gesundheitlicher Probleme. "Vermutlich folgt noch eine Obduktion", sagte Berger der "Freien Presse". Klaus Hirsch wurde 77 Jahre alt.

Die Bilder, die in der Kleinen Galerie hängen, beschäftigen sich mit einem großen Thema. Sie handeln vom Altwerden, von Freude und von Trauer. "Der Mensch ist mein Thema geworden", hatte Klaus Hirsch kurz vor der Vernissage am 25. Januar dieses Jahres in einem Gespräch mit der "Freien Presse" gesagt. Die meisten seiner Bilder sind ernst und still.

Dass er noch einmal eine Vernissage besuchte, hatte Seltenheitswert. Er pflegte seine kranke Frau und war deshalb in den vergangenen Jahren nur selten bei Ausstellungseröffnungen dabei. Zum Malen hat ihn einst sein Vater animiert. Klaus Hirsch saß in dessen Arbeitszimmer und malte ihn beim Rechnen. Damals war er zehn. Die Zeichnung hatte er sich bis zum Schluss aufgehoben. Auch als Erinnerung an seinen Vater und daran, dass er immer Künstler werden wollte.

Seit Ende Januar haben rund 350 Kunstinteressierte die Aus- stellung in der Kleinen Galerie gesehen. Sie wird noch bis 8. April gehen. Die Leiterin Sylke Hirsch (nicht verwandt mit Klaus Hirsch) wird heute ein Foto des Künstlers mit einer Blume als Andenken an Klaus Hirsch in der Galerie aufstellen. (mit ith)

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