May-Haus: Anbau soll 2020 fertig sein

Wenn alles klappt, könnte eines der größten Bauvorhaben in Hohenstein-Ernstthal in zwei Jahren abgeschlossen werden. Jetzt muss die Stadt aber erst einmal Geld locker machen.

Hohenstein-Ernstthal.

Mit dem geplanten Erweiterungsbau des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal geht es in die nächste Runde. Zur bevorstehenden Sitzung am kommenden Dienstag sollen die Stadträte eine weitere Finanzspritze absegnen, die notwendig ist, um den Bau weiter auf den Weg zu bringen.

Bereits zur Sitzung im Dezember des vergangenen Jahres hatten die Stadträte einen wichtigen Beschluss gefasst. Sie stimmten dem Entwurf zu. Allerdings gab es zum Teil heftige Diskussionen zur Optik des Funktionsgebäudes. Stadtrat Udo Zilly (Fraktion Pro Hot) bezeichnete den Bau, wie er einmal entstehen soll, sogar als Sarkophag. Der Frak- tionschef von SPD/Grüne, Wolfgang Benn, sagte, der Bau sähe von hinten besser aus als von vorn. Und Alexander Weiß, der Fraktionschef der Linkspartei, kritisierte: "Alles zu groß, alles zu teuer."

Das Funktionsgebäude soll hauptsächlich als Depot dienen. Das Erdgeschoss soll als Ausstellungsfläche genutzt werden. Außerdem soll auf diese Ebene noch ein Café. Der trichterförmige Eingang und die Glasfront an allen Seiten des Erdgeschosses machen das Gebäude durchaus spektakulär. Oberbürgermeister Lars Kluge (CDU) bezeichnete die Arbeit des renommierten Architekten Ralf Hengst als mutig. Für kommenden Dienstag legt die Stadtverwaltung den Räten die nächste Beschlussvorlage auf den Tisch. Wird sie von den Stadträten abgenickt, kann die Stadt aus dem Haushalt weitere 260.000 Euro zur Verfügung stellen, um notwendige Genehmigungs- und Ausführungsplanungen durchführen zu lassen. Die Mitarbeiter im Rathaus sind gegenwärtig dabei, den Fördermittelantrag auszuarbeiten. Laut Bauamtsleiter Ulrich Weber soll er im März eingereicht werden. Mehrfach hat das Rathaus in der Vergangenheit betont, dass das sächsische Finanzministerium in Dresden signalisiert hat, Hohenstein-Ernstthal habe beste Aussichten, die notwendigen Fördermittel zu bekommen. Die Baukosten belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. Die Stadt muss nach Lage der Dinge nur zehn Prozent davon bezahlen, der Rest sind Fördermittel. Mit den 260.000 Euro, die jetzt aus dem eigenen Haushalt kommen sollen, geht die Stadt sozusagen erst einmal in Vorleistung.

Nach der Sommerpause könn- te der Fördermittelbescheid bei OB Kluge auf dem Tisch liegen. Nach dem Ausschreibungsprozedere würde dann noch 2018 mit dem Abriss der beiden alten Gebäude begonnen werden, an deren Stelle der Neubau soll. Bauamtsleiter Weber: "Wenn alles klappt, könnte das gesamte Bauprojekt im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein."

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1Kommentare
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  • 2
    0
    485997
    21.02.2018

    Der Neubau wäre absolute Zumutung und Verunstaltung öffentlichen Raumes. Hässlich ist gar kein Ausdruck. Wie kann man so etwas planen? Wir sind doch nicht mehr in den 70ern.



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