"Stadt hat in ihrer Außendarstellung an Boden verloren"

Die wiedergewählte Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Lichtenstein, Dagmar Hamann, über die Oppositionsrolle und das Image ihrer Kommune

Lichtenstein.

Dagmar Hamann ist nach der Vorstandswahl im CDU-Stadtverband Lichtenstein die alte und neue Vorsitzende. Erik Kiwitter sprach mit der Kommunalpolitikerin, die gegenwärtig als Lehrerin in einer Oberschule in Hohenstein-Ernstthal arbeitet, über die Rolle ihrer Partei ein einer Stadt, die sich in einer komplizierten Situation befindet.

Freie Presse: Sie wurden als Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes wiedergewählt. Ihre Partei ist in Lichtenstein immer noch in einer relativ ungewohnten Rolle.

Dagmar Hamann: Da ist etwas dran. Ich bin jetzt seit Januar 2016 Vorsitzende des Stadtverbandes. Im Jahr davor haben wir zum ersten Mal die Oppositionsrolle in der Stadt übernommen. Nach 25 Jahren saß kein CDU-Bürgermeister mehr im Rathaus. Klar, dass man sich da neu finden muss, und das kann nicht in ein paar Monaten passieren.

Wie ist der CDU-Stadtverband aufgestellt?

Wir haben 44 Mitglieder. Damit ist die Zahl konstant. Ich denke, wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Mitgliedern. Im Vorstand gibt es mit Jan Schuster, der neben Annett Richter einer der beiden Stellvertreter ist, einen Vertreter der jungen Generation. Wir haben jetzt im Vorstand auch eine Mitgliederbeauftragte. Claudia Schmidt wird die Kontakte zu den Mitgliedern pflegen und Vorschläge einbringen, wie wir neue Mitglieder gewinnen können.

Wie ist es in der Opposition?

Wir bringen uns als Partei ein und werden unserer Verantwortung gerecht. So haben wir uns in die Diskussion zum Entwurf des integrierte Stadtentwicklungskonzeptes eingebracht und freuen uns, dass einige unserer Gedanken in die Beschlussfassung eingegangen sind.

Wie sehen Sie die Entwicklung in der Stadt seit 2015?

Ich möchte von keiner Entwicklung reden, eher von einer Veränderung. Ich denke, die Stadt hat in ihrer Außendarstellung an Boden verloren.

Was bewegt Sie noch?

Der Ausbau der S 255 ist ein großes und notwendiges Projekt. Es war die Rede davon, dass es Maßnahmen geben soll, die Innenstadt-Händler zu entlasten. Mir ist bis jetzt keine konkrete Maßnahme bekannt.

Was sagen Sie zu den Entwürfen für den neuen Kreisverkehr?

Es ist gut, dass Ihre Zeitung die Debatte eröffnet hat. Ich bin für etwas Praktisches, Pflegeleichtes, Bezahlbares. An die Stelle gehört kein Kunstwerk.

Auch das Daetz-Centrum ist ein großes Thema.

Die Dauerausstellung zu schließen, ohne ein brauchbares Konzept vorgelegt zu haben, war keine gute Idee.

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