Ungewollte Konkurrenz ums Publikum?

Ernstthal feiert am Wochenende zwei Feste. Während die Feuerwehr keine Überschneidungen bei den Zielgruppen vermutet, sind sich die Mettenschicht-Macher da nicht so nicht sicher.

Hohenstein-Ernstthal.

Gleich zwei Feste gibt es am kommenden Samstag in Ernstthal, wo nicht nur die Mitglieder des Freundeskreises Geologie und Bergbau ihre traditionelle Mettenschicht feiern, sondern erstmals auch ein Weihnachtsmarkt des Feuerwehrvereins stattfindet. "Wir hatten die Mettenschicht bei der Planung irgendwie nicht bedacht. Wichtig war für uns vor allem, dass wir dem Hohensteiner Weihnachtsmarkt auf dem Altmarkt keine Konkurrenz machen", sagt Wehrleiter Sven Weinhold, der aber ohnehin unterschiedliche Zielgruppen für die Veranstaltungen sieht. Vielleicht könnten ja beide Veranstalter sogar profitieren - und bei einer Neuauflage soll es dann auf jeden Fall eine Abstimmung gegen.

Die Feuerwehrleute haben sich mächtig ins Zeug gelegt. Zwei Weihnachtsbäume der Feuerwehr leuchten an der Oststraße, wobei einer davon locker die viel diskutierte Hohensteiner Kugelkiefer auf dem Altmarkt übertrifft. Einen dritten Baum wollen die Kameraden im Hof aufstellen, denn schließlich steigt ja hier am Samstag ab 15 Uhr der erste Ernstthaler Weihnachtsmarkt. Um die Verpflegung mit Rostern, Steaks und Langos wollen sich die Feuerwehrleute ebenso selbst kümmern, wie um die erwärmenden und vielleicht auch erheiternden Getränke. Die Jugendfeuerwehr organisiert eine Tombola und der Förderverein Silberbüchse wird mit seinem Tipi vor Ort sein. In der Fahrzeughalle wird es unter anderem Bastelangebote für Kinder geben und auch ein Weihnachtsmann darf nicht fehlen.

Ein paar Hundert Meter entfernt am Lampertusschacht an der Dresdner Straße setzt der Freundeskreis Geologie und Bergbau bei seiner Mettenschicht auf das bewährte Programm. Auf dem Gelände rund ums Huthaus sind Besucher ab 15.30 Uhr willkommen. Um 16.30 Uhr marschieren die Bergleute in ihrer traditionellen Kleidung, dem Habit, bei Bergaufzug mit musikalischer Begleitung auf den Hof. In seinem Grubenbericht wird Vereinschef Thomas Posern darüber informieren, was der Freundeskreis im zu Ende gehen Jahr geleistet hat. Auch die Bergandacht von Pfarrerin Anke Indorf darf nicht fehlen. Anschließend kann die Bergbauausstellung im Huthaus besichtigt werden, während draußen bei Glühwein und deftigen Leckereien zum gemütlichen Beisammensein eingeladen wird.

"Mal sehen, ob der Weihnachtsmarkt der Feuerwehr Auswirkungen hat. Der Samstag vor dem zweiten Advent ist schon seit vielen Jahren fester Termin der Mettenschicht, da sollten wir in Zukunft denke ich Vorrecht haben", sagt Thomas Posern.

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