Wege für Biker - das bleibt ein ehrgeiziges Ziel

Die Leseraktion zum Leben in der Sachsenring-Region hat gezeigt, dass fast die Hälfte der Befragten mit dem Radwege-Netz überhaupt nicht zufrieden ist. Es gibt Ansätze für Besserung.

Oberlungwitz.

"Radnetz weiter ausbauen!" - diese Forderung ist bei der Fragebogenaktion der "Freien Presse" Ende Mai vielfach aufgemacht worden. Vor allem der Ausbau einer solchen Biker-Trasse auf der alten Bahnlinie Lugau-Chemnitz ist von den Lesern in den Fokus gerückt worden.

Die Entwicklung eines solchen Weges auf dem ehemaligen Schienenstrang ist nach wie vor ein ehrgeiziges Ziel der Vorhaben-Partner, bestätigt der Oberlungwitzer Bürgermeister Thomas Hetzel. Neben seiner Kommune sind daran auch Hohenstein-Ernstthal und vor allem Chemnitz beteiligt. Doch gerade die Großstadt ist derzeit wohl der Bremsklotz auf dem Weg zum Ziel. Während der Radweg von Lugau bis Ursprung bereits existiert, tun sich die Chemnitzer derzeit mit ihrem Anteil im Ortsteil Mittelbach ziemlich schwer. Es hakt beim Flächenkauf für die Strecke. Doch Hetzel ist optimistisch, beim Bau des Radwegs bis Chemnitz nicht auf halber Strecke stehenzubleiben.

Für die Radweg-Kritiker stellt der Oberlungwitzer Bürgermeister zumindest für seine Stadt noch ein paar Verbesserungen in Aussicht. So soll wahrscheinlich im kommenden Jahr durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf der B173 aus Richtung Zwickau ab Ortseingang bis etwa in Höhe Nutzung rechtsseitig ein Schutzstreifen für Radfahrer markiert werden, der die noch vorhandene Lücke bis etwa zur Einmündung Kurze Straße schließt. Von dort geht es auf einem kombinierten Rad-/Fußweg weiter. In der Gegenrichtung verläuft die Markierung bereits ab Ortseingang aus Richtung Chemnitz bis Kurze Straße, dann können die Radfahrer bis zur Goldbachstraße wiederum auf einen Kombi-Weg wechseln. "Wenn das Lasuv fertig ist, können die Radler wenigstens durchgehend die sieben bis acht Kilometer durch die Stadt nutzen", so Hetzel.

Eine weitere Perspektive innerhalb der nächsten fünf Jahre sieht der Bürgermeister auf der Erlbacher Straße. Dort könnte am Ende der Strecke ein Radweg auf der derzeitigen Schotterpiste nach Erlbach etabliert werden. "Das wäre ein Lückenschluss Richtung Erzgebirgskreis", so Thomas Hetzel. Denn ein kleiner Teil des Lugauer Radweges nach Mittelbach führt über Erlbach-Kirchberg und Leukersdorf.

Wann genau die Oberlungwitzer Idee einer Biker-Trasse über die Erlbacher Straße verwirklicht werden kann, hänge ein bisschen von den Finanzierungsmöglichkeiten ab. Man müsse erst mal sehen, was das kostet und das Geld dann im Haushalt bereitstellen, sagt Thomas Hetzel.

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