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Auch die Kosten für das Stadtmuseum sollen reduziert werden. Geplant ist der Umzug in eine stadteigene Immobilie, zum Beispiel in das Daetz-Centrum.

Foto: Andreas Kretschel

Welche Zukunft hat das Stadtmuseum?

Die Kultureinrichtungen in Lichtenstein stehen vor einschneidenden Veränderungen. Erste Ideen dafür reifen derzeit.

Von Markus Pfeifer
erschienen am 07.12.2017

Lichtenstein. Die Diskussionen über die Zukunft des Lichtensteiner Stadtmuseums dauern an. Eine Schließung des jetzigen Standorts am Altmarkt wurde bereits ins Auge gefasst. Zugleich deutet sich ein Umzug ins Ensemble des Schlosspalais und des Daetz-Centrums an. Das weit über die Grenzen Lichtensteins hinaus bekannte Haus steht vor einer Neukonzeptionierung, die auch die Option einschließt, dass das Museum dort einzieht. Als jüngst der Freundeskreis des Stadtmuseums seine neuesten Projekte und sein Buch mit verschiedenen historischen Themen aus der Stadt vorstellte, wurde im Beisein von Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) auch über das Wohl und Wehe des Museums diskutiert.

Aus Sicht von Konrad Geithner aus dem Freundeskreis ist noch vieles unklar. Aber er kennt den Sparzwang, der sich aus der angespannten Finanzlage der Stadt ergibt. "Wir werden als Verein nach Kräften mitmachen, aber wir lassen auch nicht alles mit uns machen", sagte er. Fakt sei, dass es keine Schließung des Stadtmuseums als typisches Heimatmuseum geben dürfe. Das ist laut Nordheim auch nicht geplant. Vielmehr wird nach Möglichkeiten der Neuausrichtung und Bündelung gesucht. Dabei hat sich die Stadt bei der Landesstelle für Museumswesen professionelle Unterstützung geholt.

Doch auch die Unterstützung vom Freundeskreis und vom Geschichtsverein hat Nordheim angesprochen. Denn in den Plänen für die Haushaltskonsolidierung wird auch vorgeschlagen, dass Öffnungszeiten des Museums ehrenamtlich abgedeckt werden könnten. "Das spart uns Personalkosten", unterstrich Nordheim. So könnte die Dauerausstellung im jetzigen Museumsgebäude auch in einer Phase der Neuausrichtung zum Beispiel am Wochenende geöffnet werden. Als nicht realisierbar gilt die Idee, Teile der Dauerausstellung des Stadtmuseums in einem Schaudepot in den Räumen der früheren Bankfiliale im Rathausgebäude an der Badergasse zu zeigen. "Das haben wir verworfen", sagt Nordheim und nennt den zu großen Umzugsaufwand als Grund.

"Wichtig ist, dass wir gemeinsam Lösungen finden und umsetzen", sagte Konrad Geithner, der eine Mitwirkung des Freundeskreises an den neuen Konzepten anstrebt. Zusammen mit Patrick Bochmann, Vorsitzender des Geschichtsvereins, diskutierte er noch intensiv mit Nordheim. Bochmann zeigt sich mittlerweile offen, dass der Geschichtsverein in Sachen Unterstützung für das Museum aktiv wird. "Da sind wir aktuell in der Diskussion", sagte er. Am 20. Dezember wollen sich beide Vereine in einer gemeinsamen Sitzung positionieren. Früher sei es ja auch so gewesen, dass die Heimatmuseen mit viel ehrenamtlichem Engagement betrieben wurden. Auch in der Region oder in den Partnerstädten Lichtensteins gibt es diese Variante laut Bochmann oft und vielleicht lasse sich daraus ja sogar eine Möglichkeit entwickeln, mit Besuchern über historische Themen ins Gespräch zu kommen. Allerdings sieht Bochmann die personellen Möglichkeiten in den Vereinen begrenzt, was schon allein mit dem Durchschnittsalter von 67 Jahren im 39 Mitglieder starken Geschichtsverein zu erklären sei.

 
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