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Die Vestas V126 ist vor einem Jahr als letzte von drei Windkraftanlagen der Firma Sabowind montiert worden.

Foto: Andreas Kretschel

Wind pustet mehr Energie ins Netz

Der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Landkreis ist weiter gewachsen. Dafür sorgt die Windkraft.

Von Hans-Peter Kuppe
erschienen am 17.05.2018

Bernsdorf. Seit 2016 ist der Windpark "Bernsdorf-Gersdorf" um drei Anlagen und die installierte Leistung von 9,1 Megawatt gewachsen. Der Investor, die Firma Sabowind aus Freiberg, baute zunächst eine Windkraftanlage Typ Enercon E-92 mit 138 Meter Nabenhöhe. Sie leistet 2,35 Megawatt. Der Anlage folgten 2017 weitere zwei: eine Vestas V112, Nabenhöhe 140 Meter, und eine Vestas V126, Nabenhöhe 149 Meter. Beide Anlagen speisen zusammen 6,75 Megawatt ins Umspannwerk Gersdorf ein. Allein mit diesen drei Anlagen - 13 stehen insgesamt im Windpark - könnten rund 5500 Haushalte mit Elektroenergie versorgt werden.

Der Windpark Bernsdorf-Gersdorf hat damit einen erheblichen Anteil am Wachstum der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Landkreis. Noch 2015 gab es im Kreis 36 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 35,5 Megawatt. Bis Ende 2015 ist die Zahl der Anlagen auf 45 und die installierte Leistung auf 61,7 Megawatt gewachsen. Bei der Energieerzeugung aus Wasserkraft leisten 14 Anlagen 5,5 Megawatt. Unverändert zum Vorjahr schlagen 19 Anlagen bei der Stromerzeugung aus Biomasse mit 7,9 Megawatt zu Buche. Die Stromerzeugung aus Deponie-, Klär- und Grubengas fällt mit 0,4 Megawatt nicht ins Gewicht. Deutlich mehr Bedeutung kommt der Solarenergie zu. Da hat der Landkreis weiter zugelegt. Von 2015 bis 2017 stieg die Zahl der Photovoltaikanlagen von 1908 auf 2110. Damit wuchs die installierte Leistung von 47,3 auf 53,5 Megawatt. Insgesamt wuchs die installierte Leistung bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie in dem Zeitraum von 97 auf 129 Megawatt.

Die wachsenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien stellt den Netzbetreiber Mitnetz Strom vor enorme Aufgaben. "Leitungsnetz und Umspannwerke müssen an die Kapazitäten angepasst werden. Angesichts der Schwankungen bei Wind und Sonne ist es außerdem eine Herausforderung, das Netz in der Balance zu halten", sagt Jens-Uwe Schäfer, Leiter der Netzregion Südsachsen. Inzwischen haben die erneuerbaren Energien derart zugelegt, dass ihr Anteil am Endverbraucherabsatz im Netzgebiet im Jahr 2017 schon bei 97 Prozent lag.

Wie komplex das System arbeitet, macht die Betrachtung eines normalen Tages deutlich. Am 30. April, 13.15 Uhr, zogen die Endverbraucher eine Last von 2648 Megawatt aus dem Netz, dank Hochkonjunktur bei Sonne und Wind wurden aber 5275 Megawatt im Netzgebiet der Mitnetz Strom eingespeist. Der Versorger konnte Energie in andere Regionen abgeben. Gegen 21.15 Uhr musste die Mitnetz Strom 1150 Megawatt "importieren".

 
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