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Bernd Dittert serviert in der Kaminstube der "Fischerklause" Lachs im Bierteig.

Foto: Markus Pfeifer

Koch mit Kescher

"Freie Presse" schaut in die Küchen der Region. Heute: Bernd Dittert von der "Fischerklause" in Gersdorf.

Von Markus Pfeifer
erschienen am 13.10.2017

Gersdorf. Bernd Dittert ist nicht nur Inhaber und Koch in der Gersdorfer "Fischerklause", sondern bemüht sich neben den regelmäßigen Einkäufen auch auf ganz andere Weise um Nachschub in der Küche. Der 66-Jährige ist Geschäftsführer des Sportfischervereins Esox in Gersdorf und hat schon so manchen dicken Fang gemacht, der dann in der Pfanne oder im Räucherofen gelandet ist. Seit 1970 widmet sich Dittert intensiv der Zubereitung von Fisch und anderen Leckereien.

Das Lokal an der Gersdorfer Hauptstraße führt er seit 1995. "Das war ein Stück weit aus der Not heraus, weil es mit den Pächtern nicht klappte", sagt Dittert. Doch in den Jahren zuvor hatte er sich in Sachen Kochen schon ziemlich viel beigebracht oder bei anderen abgeschaut, weshalb es viel Lob für seine Speisen gab. Mit ein wenig Stolz zeigt der Gastronom ein schriftliches Dankeschön einer rumänischen Besucherin, die von den Bratkartoffeln in der Fischerklause schwärmt. Außerdem gibt es Gäste aus Holland, die ein- oder zweimal pro Jahr bei Bernd Dittert zu Gast sind. "Die erzählen mir immer, dass es in Holland zwar viel Fisch gibt, aber niemand richtig kochen kann", sagt er. Wenn er mit dem Kumpels aus den Angelclub in der Natur ist, muss der Gaskocher reichen. Dann gibt es auch schon einmal Fischsuppe mit Pilzen, oder der Fang kommt einfach in die Pfanne.

Im Lokal in Gersdorf ist die Vielfalt deutlich größer. "Insgesamt haben wir um die 100 Gerichte im Angebot", sagt Bernd Dittert, der am liebsten die frischen Fische im Großmarkt einkauft und sie dann selbst zerlegt. Auf der Karte stehen aber auch viele andere Gerichte, wobei vor allem die Rumpsteaks gut gehen. "Rumpsteak medium, da merkt man, ob der Koch was kann", ist eine von vielen Weisheiten des Gastronomen.

In den Gasträumen geht es auch bei der Dekoration lebhaft zu: In einem großen Becken leben Goldfische, die angeschwommen kommen, sobald Menschen in der Nähe sind. Beinahe spektakulär wird es auf der Brücke über den Hegebach, der durch Ditterts Anwesen fließt. Das Gewässer ist an dieser Stelle tiefer, und sobald etwas Brot ins Wasser geworfen wird, springen hier die Forellen. Ein paar Schritte weiter steht der selbst gebaute Räucherofen, wo regelmäßig ganze Lachse geräuchert werden, was durchaus eine Woche dauern kann. "Das ist ein spezielles Verfahren, da bekommen sie einen ganz besonderen Geschmack", ist sich Bernd Dittert sicher. Wird für die Gäste im Kaminzimmer ein Buffet serviert, gibt es in der "Fischerklause" auch etwas Besonderes. In einem abgetrennten und gekühlten Raum liegen die Temperaturen unter zehn Grad Celsius, denn der Koch aus Leidenschaft will einfach vermeiden, dass die Qualität seiner Speisen bei höheren Temperaturen schnell dahin ist. Gegessen wird bei Bernd Dittert von Tellern, deren Motive Hechte und andere Fische zeigen. Zum Hecht fällt dem Angelprofi dabei stets eine Besonderheit ein. "Egal wie gut man den macht, der schmeckt eigentlich immer so ein bisschen nach Teich", sagt Dittert, dem als besonderer Fang daher eher ein reichlich ein Meter langer Aal in Erinnerung geblieben ist.

 
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