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Der kaufmännische Sachbearbeiter Sven Malischewski (Mitte) übernimmt in Langenreinsdorf die Rolle des Hofnarren.

Foto: Thomas MichelBild 1 / 3

Maschinenführer sorgt mit Tanzmädels für gute Laune

Im Westen von Crimmitschau gibt es drei Faschingshochburgen. Was machen die Chefs der Vereine eigentlich im normalen Berufsleben?

Von Holger Frenzel
erschienen am 12.02.2018

Maschinenführer aus Mannichswalde: Holger Hoffmann (45) arbeitet bei einem Unternehmen aus der Automobilzulieferbranche. Dort bedient er Spritzgussmaschinen, an denen Plastikteile für die Innenräume der Fahrzeuge gefertigt werden - im Drei-Schicht-System. "Bei uns wird auch auf Arbeit gelacht", sagt der Vorsitzende des Mannichswalder Carnevalsvereins (MCV), der sich stets mit "der freundliche Herr Hoffmann" an seinem Telefon meldet. An den letzten Tagen ist er (vorübergehend) in die Rolle des Zirkusdirektors geschlüpft. Die MCV-Narren haben in der Turnhalle schließlich unter dem Motto "Es lädt ein die Narrenwelt ins Mannichswalder Zirkuszelt" gefeiert. Hoffmann hat bei drei Abendveranstaltungen als Moderator durch das Programm geführt. Auf Notizzettel und Karteikarten kann er verzichten. "Viel passiert aus dem Bauch heraus", sagt der Vereinschef, der nun seit fünf Jahren an der Spitze des MCV steht und sich auf die Unterstützung von vielen Helfern verlassen kann. Das betrifft auch den Auf- und Abbau. "Alle bringen sich mit ein, jeder hat seine Aufgabe", sagt Hoffmann, der die Narren mit dem Schlachtruf "Nu Ollemal" in Mannichswalde begrüßt. Den Spruch hat - schon vor mehr als 60 Jahren - der ehemalige DorfschusterAlbertGöhringgeprägt. Qualitätsprüfer aus Blankenhain: Gerd Klotzek (49) verdient sein Geld ebenfalls bei einer Firma aus der Automobilbranche. Er kommt im Zwei-Schicht-System in der Qualitätskontrolle zum Einsatz. "Ich bin auf Arbeit durch die regelmäßige Berichterstattung in den Medien schon als Faschingsprinz bekannt", sagt der Vorsitzende des Faschingsclubs Blankenhain (FCB), der am Donnerstag und Freitag für die heiße Phase der Vorbereitung zwei Tage Urlaub genommen hat. Seine Motivation: "Es macht Spaß und wir können dazu beitragen, dass in unserem Ort etwas los ist." Gerd Klotzek kümmert sich um organisatorische Dinge, hält die Fäden zusammen und füllt Anträge aus. Zudem steht der Qualitätsprüfer bei kleinen Rollen selbst mit auf der Bühne - in der aktuellen Saison heißt das Motto "Ob Musical, Theater oder Opernball - der FCB feiert überall." Rund 30 Vereinsmitglieder helfen bei der Vorbereitung und Gestaltung des Programms. Zudem gibt es Unterstützung durch 40 Kinder und Jugendliche, die Tanzeinlagen präsentieren. Ein großer Vorteil für die Narren ist, dass sie seit dem Herbst 2016 wieder das Vereinshaus "Lindenhof" nutzen können. Dadurch bleibt ihnen der Auf- und AbbauinderTurnhalleerspart. Kaufmann aus Langenreinsdorf: Sven Malischewski (36) sitzt normalerweise im Büro. Er ist kaufmännischer Sachbearbeiter mit dem Schwerpunkt Personalwesen. "Beim Fasching geht's da schon etwas lockerer zu", sagt der Vorsitzender des Langenreinsdorfer Faschingsclubs (LFC). Der Familienvater führt auch als Moderator durch das Programm mit dem Titel "Der LFC lädt zur Tafelrunde - mit Ritter, Hex und Kunigunde". Dabei dreht sich im Saal fast alles um den mittelalterlichen Alltag, der auch selbst auf die Schippe genommen wird. Die Narren haben den Crimmitschauer Oberbürgermeister André Raphael (parteilos) - er wohnt in Langenreinsdorf - zum Ritter geschlagen. Nach zwei anstrengenden Tagen mit der Abendveranstaltung am Samstag und dem Kinderfasching am Sonntag braucht Malischewski eine kurze Auszeit. Bis Aschermittwoch nimmt er Urlaub. "Zum Erholen und zur Regeneration."

 
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Maschinenführer sorgt mit Tanzmädels für gute Laune
Narren feiern weiter: Kinderfasching in Werdau und Lauterbach, Eisfasching in Crimmitschau
 
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