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Ursula und Helmut Kohl haben sich bei ihren Kunden und bei ihren fleißigen Helferinnen Petra Kohl (links) und Helga Bothe (rechts) nach der Silvesterparty in den Ruhestand verabschiedet.

Foto: Thomas Michel

Mit Anfang 70: Gastwirt-Paar freut sich auf den Ruhestand

In der Gaststätte "Goldene Säge" in Crimmitschau geht eine Ära zu Ende. Die Familie Kohl war seit Oktober 1971 für das traditionsreiche Haus in der Nordstadt verantwortlich.

Von Holger Frenzel
erschienen am 03.01.2018

Crimmitschau. Für Ursula und Helmut Kohl beginnt mit dem Start des Jahres ein neuer Lebensabschnitt. Die Gaststätten-Betreiber gehen in Rente - mit Anfang 70. Sie haben sich mit einer Silvesterparty von den Kunden in der Gaststätte "Goldene Säge" in Crimmitschau verabschiedet. "Wir durften uns über Blumen, Präsente und Karten freuen. Die Leute haben sich für die vielen schönen Stunden in unserer Gaststätte bedankt", sagt Ursula Kohl. Der Abschied fällt schwer. Sie war - gemeinsam mit ihrem Mann - seit 46 Jahren für die traditionsreiche Kneipe an der Leipziger Straße verantwortlich.

Die jahrelange Suche nach einem Käufer für das Wohn- und Geschäftshaus hat endlich den gewünschten Erfolg gebracht. Die Kohls können den Komplex an einen Interessenten mit russischen Wurzeln verkaufen. Er will wahrscheinlich zunächst die Wohnungen renovieren. Offen ist, ob auch künftig das Bier aus dem Zapfhahn fließt. "Das wird wahrscheinlich davon abhängen, ob das benötigte Personal gefunden wird", sagt Ursula Kohl. Langeweile wird bei den Neu-Rentnern garantiert nicht aufkommen: Helmut Kohl freut sich auf Touren mit dem Hund und Trainingseinheiten im Fitnessstudio. Ursula Kohl will künftig mehr Zeit mit dem Enkelkind verbringen. "Manche Dinge muss man auch auf sich zukommen lassen", sagt die 72-Jährige. Ihr Mann ist 71 Jahre alt.

Seit dem 13. Oktober 1971 haben sich die Kohls um die Gaststätte "Goldene Säge" gekümmert. In den ersten vier Wochen gab es Unterstützung vom in Crimmitschau bekannten Küchenchef Lothar Heilmann. Danach mussten die Betreiber, die zuvor einen Kiosk an der Koberbachtalsperre hatten, den Laden alleine schmeißen. Die Inhaber präsentierten sich als eingespieltes Team: Helmut nahm die Bestellungen auf und füllte die Gläser. Ursula kümmerte sich um die Zubereitung der Speisen. Auf der Speisekarte entwickelten sich Lammbraten und Rouladen sowie Bauernfrühstück und Feuerfleisch zu Rennern. Bei einer Umfrage, die von der "Freien Presse" durchgeführt wurde, wählten 1984 die Leser die "Goldene Säge" zur besten Gaststätte im ehemaligen Altkreis Werdau. Damals arbeiteten sie unter dem Dach der HO-Gesellschaft. Nach der Wende folgte der Start in die Selbstständigkeit. Dabei war die Gaststätte auch ein beliebter Ort für Veranstaltungen. Einmal im Monat wurde zum Tanz eingeladen. Zudem gab es Faschings-Partys und Treffen der Feuerwehr-Senioren.

 
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