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Vom Bildungsträger auf den Friedhof: Günter Franke ist für das rund sechs Hektar große Areal an der Zeitzer Straße in Crimmitschau verantwortlich. Foto: Thomas Michel

Foto: Thomas MichelBild 1 / 2

Neuer Chef startet mit ehrgeizigem Ziel

Günter Franke hat die Verantwortung für den Friedhof in Crimmitschau übernommen. Wie war der Wechsel an einen besonderen Arbeitsplatz?

Von Holger Frenzel
erschienen am 13.02.2018

Crimmitschau. Die Inschriften verblassen. Der Putz bröckelt. An einigen Fabrikantengräbern auf dem Friedhof an der Zeitzer Straße in Crimmitschau nagt deutlich sichtbar der Zahn der Zeit. Der weitere Verfall soll gestoppt werden. "Wir wollen künftig eine Grabstätte pro Jahr durch einen Steinmetz erneuern lassen. Damit wird schließlich auch an die Tuchmachergeschichte von Crimmitschau erinnert", sagt Günter Franke. Der 47-Jährige ist der neue Friedhofsmeister in Crimmitschau. Er übernahm die Aufgabe von Horst Kebsch, der kürzlich in den Ruhestand gegangen ist.

Damit betritt Günter Franke beruflich - zumindest etwas - Neuland. Er war 13 Jahre als Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau bei einem Bildungsträger in Crimmitschau beschäftigt. Parallel dazu hat sich der Landschaftsgärtner in einer nebenberuflichen Tätigkeit in der Vergangenheit schon um den Friedhof im Fraureuther Ortsteil Beiersdorf gekümmert. Er gehört zur dortigen Kirchgemeinde. "Der Wechsel von einem Bildungsträger auf einen Friedhof ist eine Umstellung, sorgt allerdings nicht für depressive Stimmung", sagt Günter Franke, der mit seiner fünfköpfigen Familie in Gospersgrün wohnt und bekennender Christ ist.

Der evangelisch-lutherische Kirchgemeindeverband, der für die Bewirtschaftung des Friedhofs verantwortlich ist, hat den Wechsel auf dem Chefposten bereits seit mehr als einem Jahr vorbereitet. Dadurch stand genügend Zeit für die Einarbeitung des neuen Friedhofsmeisters zur Verfügung. "Der Übergang war reibungslos. Günter Franke ist kompetent und teamorientiert. Wir freuen uns auf sein vorausschauendes Handeln, da die Planungen auf einem Friedhof sehr langfristig sind", sagt Pfarrer Ferry Suarez. Die Mindest-Ruhefrist der Gräber liegt bei 20 Jahren.

Auf dem Friedhof befinden sich rund 6000 Grabanlagen. Pro Jahr gibt es circa 300 Bestattungen. Dabei handelt es sich - im Durchschnitt - um rund 30 Erd- und 270 Urnenbestattungen. Die Beratung der Hinterbliebenen hat für Günter Franke eine große Bedeutung. Der Trend geht - wie auf vielen anderen Friedhöfen - auch in Crimmitschau immer mehr zu Gemeinschaftsgrabanlagen. "Ein Nachteil ist allerdings, dass es hier nur wenig Platz gibt, Blumen oder Gestecke abzulegen", sagt Günter Franke, der seine Arbeitszeit jeweils zur Hälfte im Büro und zur Hälfte auf dem rund sechs Hektar großen Gelände verbringt. Die Friedhofsverwaltung ist zudem für die Friedhöfe in den Crimmitschauer Ortsteilen Rudelswalde, Langenreinsdorf und Frankenhausen zuständig.

 
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