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Der Neukirchener Posaunenchor umrahmte die einmalige Aktion mit getragenen Klängen.
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Neukirchener sind bei Guss dabei

Zwei neue Glocken bekommt die Martinskirche. Einwohner verfolgten in Innsbruck das Werden des Bronzegeläuts.

Von Roland Wagner
erschienen am 13.02.2018

Neukirchen/Innsbruck. Wenn am 22. April die beiden neuen Glocken der Martinskirche in Neukirchen geweiht werden, werden viele dabei sein, die den Glockenguss am Freitag in Innsbruck in Österreich miterlebt haben. An diesem Tag wurden insgesamt 14 Glocken gegossen, darunter auch drei für die Gemeinde Satzung in der Nähe von Marienberg. Die Möglichkeit, dieses historische Ereignis zu verfolgen, nutzten 52 Neukirchener sowie Crimmitschauer und Langenhessener Bürger. Pfarrer Joachim Escher als Vakanzvertreter für die Neukirchener Kirchgemeinde und die Neukirchener Bürgermeisterin Ines Liebald waren ebenfalls in der traditionsreichen Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck zu Gast. Für eine würdige Umrahmung der gesamten Zeremonie sorgten die musikalischen Beiträge des Neukirchener und des Satzunger Posaunenchores.

In der Glockengießerei Grassmayr, die in der 14. Generation von Johannes Grassmayr geleitet wird, erfuhren die Neukirchener vor dem Guss vom Seniorchef Christof Grassmayr interessante Einzelheiten. Besonders beeindruckend war für die Sachsen die Herstellung der Glockenformen, bei der jede ein Unikat ist. Ehe die Glockenbronze, ein Gemisch aus 80 Prozent Kupfer und 20 Prozent Zinn, auf 1200 Grad erhitzt und gegossen werden kann, muss die Form in Handarbeit gefertigt werden. Das Hauptmaterial der beiden erforderlichen Formen besteht aus einem Lehmgemisch. Diesem sind - neben dem eigentlichem Lehm - gewaschene Kälberhaare, Gerstenhäcksel, trockener Pferdemist und Bier zugesetzt. Die beiden neuen Glocken - 770 Kilogramm und 380 Kilogramm schwer - zieren unter anderem Psalm-Inschriften und die Jahreslosung von 2018. Die jetzige große Glocke mit einem Gewicht von 1,2 Tonnen und die mittlere mit 800 Kilogramm stammen aus dem Jahre 1919, sie sind aus Stahl. Im Jahr 1917 mussten die einstigen Bronzeglocken abgegeben werden, um daraus für den Ersten Weltkrieg Kanonen herstellen zu können. Das Auswechseln der Glocken macht sich erforderlich, da sich auf Grund des hohen Gewichtes der Stahlglocken über die Jahre hinweg ein großer Riss zwischen Kirchenschiff und Kirchturm gebildet hat.

Die Gesamtkosten für alle Arbeiten belaufen sich auf circa 71.000 Euro. Davon entfallen auf den Glockenstuhl aus Holz etwa 32.000 Euro und auf die Glocken 39.000 Euro, sagt Herbert Schmidt vom Kirchenvorstand. Die Finanzierung werde von der Landeskirche mit 35.000 Euro, der Gemeinde Neukirchen mit 5000 Euro und dem Denkmalschutz mit 3000 Euro unterstützt. Bislang sind Spenden in Höhe von 13.000 Euro eingegangen, weitere werden gebraucht. Das erste Mal sollen die Glocken am Pfingstsonntag zum Gottesdienst läuten.

Bei Servus TV wird am 17. März im Vorabend-Programm ein Livemitschnitt vom Glockenguss in Innsbruck gezeigt.

 
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