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Hier wehrt sich einer gegen das Eindringen von überflüssigen englischenoder denglischen Begriffen in den deutschen Sprachgebrauch: "Kaffee zum Wegtragen" statt "Kaffee to go" steht auf einer Tafel. Denglisch-Ärger gibt es auch in Westsachsen, wie unsere Beispiele zeigen.

Foto: Peter Endig

Only heute: Denglisch to go

Wieder einmal wird der Tag der deutschen Sprache begangen. Grund genug, ihren Verfall zu beklagen. Oder ist es ganz normale Veränderung?

Von Sven Frommhold und Sara Thiel
erschienen am 09.09.2017

Zwickau. Jedes Jahr am zweiten Septembersamstag begeht der Verein Deutsche Sprache (VDS) den Tag der deutschen Sprache. Mit allerlei Veranstaltungen macht er darauf aufmerksam, wie wichtig sie ist als Bindeglied unserer Gesellschaft - von der ja nicht wenige glauben, sie gleite ins Bindungslose ab. Bekannte Mitglieder stehen für dieses Anliegen. Entertainer - uuups - Unterhaltungskünstler Hape Kerkeling, Fußball-Übungsleiter Ottmar Hitzfeld sowie Autor und Regisseur Eberhard Görner sind darunter, ebenso bildende Künstler, Juristen, Sprachwissenschaftler und ... Politiker - auch eine Reizfigur wie Erika Steinbach. Die langjährige Chefin des Bundes der Vertriebenen und baldige Ex-Bundestagsabgeordnete wird von vielen politischen Gegnern im zu weit rechten Bereich verortet.

Eines der Reizthemen des VDS neben Sprachpanscherei und Gender-Sprache ist das immer weitere Einsickern englischer beziehungsweise pseudoenglischer Begriffe - also von Denglisch, das in Großbritannien oder Nordamerika gar niemand versteht. Handy (mobile oder cell phone), Oldtimer (classic oder vintage car) und Hometrainer (exercise bicycle) sind gern angeführte Beispiele für "Englisch-Vokabeln", die eigentlich nur Deutsche benutzen. Die Londoner "Times" hat dafür laut dem 1.VDS-Vorsitzenden Wolfgang Krämer einmal den Begriff "linguistic submissiveness" (sprachliche Unterwürfigkeit) geprägt.

Man kann darüber streiten, ob das zutrifft. Vielleicht sind Übernahme englischer Begriffe und Verknüpfung unterschiedlicher Sprachen samt Kreation neuer Begriffe ja etwas völlig Normales: als Ausdruck des Wandels in einer Welt des grenzüberschreitenden Austauschs von fast allem. Auch wenn die Zwickauer Buchhändlerin Gabriele Hertel das mit Grausen sieht: Sie findet, die Sprache leidet eh schon genug. "Wenn ich sehe, wie man nach der Sprachreform Spaghetti schreiben darf - ohne h! Warum muss man das Niveau so tief ansetzen?"

 
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