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Elias Drechsel (vorn) und Christoph Rühle haben gestern und vorgestern die Fraureuther Silbermannorgel abgebaut. Foto: Thomas Michel

Foto: Thomas Michel

Orgel wird in Einzelteile zerlegt

Experten einer Firma aus Moritzburg haben in der Fraureuther Kirche mit der Sanierung des wertvollen Instrumentes begonnen. Dabei handelt es sich um ein ganz seltenes Teil.

Von Uwe mühlhausen
erschienen am 16.05.2018

Fraureuth. Mehr als 50 Orgeln haben Gottfried und Andreas Silbermann in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut. Erhalten geblieben sind 31. Eine davon befindet sich in Fraureuth. Es ist eines der letzten Instrumente, die Silbermann 1742, noch vor seinem Tod, vollendete. Sie gehört außerdem zu den wenigen Orgeln, die der Meister außerhalb von Sachsen schuf. Fraureuth gehörte damals zu Thüringen, kirchlich noch heute.

Inzwischen ist die Orgel in die Jahre gekommen. Schimmel hat sich an dem Instrument gebildet. Der muss dringend entfernt werden, um die weitere Existenz des wertvollen Instrumentes nicht zu gefährden. Ein Vorhaben, das die Kirchgemeinde schon seit Monaten plant und das jetzt in Angriff genommen wird. Mitarbeiter der Orgelbaufirma Rühle aus Moritzburg haben Anfang der Woche mit dem Ausbau des wertvollen Instrumentes begonnen und es in seine Einzelteile zerlegt. In der Werkstatt des kleinen Unternehmens wird die Orgel restauriert. Für den Betrieb nicht der erste Auftrag in der Region. 2014 beispielsweise überholte die Firma auch die Orgel in Langenreinsdorf. Das Instrument, Baujahr 1869, stammt allerdings nicht von Silbermann. Geschaffen wurde es einst von Gotthilf Bärmig.

Für Christoph Rühle, seit 2007 Chef der Firma, ist die Sanierung der Fraureuther Orgel eine besondere Herausforderung. "Silbermannorgeln zeichnen sich durch ihre hohe Qualität aus, mit der sie einst gebaut wurden. Hinzu kommt der brillante Klang. Die Orgel in Fraureuth wurde im Lauf der Jahre mehrmals verändert. Unsere Aufgabe wird es sein, den Originalzustand wieder herzustellen", sagt der Experte. Vorerst werden die 1134 Pfeifen des königlichen Instrumentes aus Fraureuth in der Werkstatt der Orgelbaufirma eingelagert. Mit den eigentlichen Arbeiten wird nach Aussagen des Firmenchefs erst im Herbst begonnen. Der Grund: Bevor mit dem Einbau des restaurierten Instrumentes begonnen werden kann, sind in dem fast 300 Jahre alten Gotteshaus umfangreiche Arbeiten erforderlich. Diese sollen dazu dienen, dass sich noch etliche Generationen am Klang des Instruments erfreuen können. Dazu ist es notwendig, die in der Kirche herrschende hohe Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Die war unter anderem mit daran schuld, dass sich auf der Orgel Schimmel gebildet hat. Eine moderne Heizungsanlage und ein computergesteuertes Belüftungssystem sollen künftig für ein ideales Raumklima im Gotteshaus sorgen. Zum Projekt gehört auch der Austausch der undichten Fenster. An Gesamtkosten sind rund 500.000 Euro veranschlagt, davon entfällt gut die Hälfte auf die Restaurierung der Orgel. Im Herbst 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

 
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