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Alt, marode und viel zu klein: die Eisenbahnüberführung in Langenhessen. Das Bauwerk soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Foto: Thomas Michel

Tunnel: Ende Januar rücken die Vermesser an

Die Bahnüberführung in Langenhessen ist 170 Jahre alt und marode. Jetzt bahnt sich eine Lösung an. Dafür finden bereits erste Arbeiten statt. Bis jedoch die Bagger anrücken, werden noch Jahre vergehen.

Von Uwe Mühlhausen
erschienen am 13.01.2018

Langenhessen. In den geplanten Ersatzbau für die Bahnüberführung in Langenhessen, im Volksmund Tunnel genannt, kommt Bewegung. Im Auftrag des Landratsamtes Zwickau beginnen Ende Januar im Bereich des bestehenden Bauwerkes auf verschiedenen Grundstücken Vermessungsarbeiten. Das teilte die Behörde mit, unter deren Regie das Neubauprojekt realisiert wird. "Die Untersuchungen entscheiden nicht über den späteren Verlauf der Straße in dem Bereich. Sie dienen lediglich dem Erkennen der örtlichen Gegebenheiten", sagt der Leiter des Straßenbauamtes, Thomas Lobe. Er appelliert an die privaten Grundstückseigentümer, die Arbeit der mit der Vermessung beauftragten Personen zu unterstützen. "Nach dem Sächsischen Straßengesetz sind die Vermessungen zu dulden, da diese im Interesse der Allgemeinheit liegen", sagt Lobe. Bei den späteren Planungen würden vorrangig öffentliche Flächen betrachtet.

Der Amtsleiter dämpft zugleich die Erwartungen einer schnellen Lösung des Problems. "Das kann sich noch einige Jahre hinziehen." Was für die Kraftfahrer, die täglich das Nadelöhr passieren müssen, zählt: Nach Jahren des Stillstandes tut sich etwas. Dabei trifft den Landkreis keine Schuld. Er hat das ungelöste Problem quasi vom Freistaat auf das Auge gedrückt bekommen. Bis zur Freigabe der Westtrasse auf Langenhessener Flur und der Einweihung der Anschlussstelle in dem zu Werdau gehörenden Ortsteil war der Freistaat für die unter der Bahnüberführung verlaufende Seelingstädter Straße zuständig. Das Land übertrug die Trägerschaft der Straße nach der Einweihung der Trasse dem Kreis und war damit die Klärung des Problems los. Das Bauwerk, vor 170 Jahren mit dem Errichten der Bahnstrecke von Leipzig nach Reichenbach errichtet, entspricht schon seit Jahren nicht mehr den Anforderungen. Als es gebaut wurde, verkehrten noch die Postkutschen auf der Straße. Das Auto wurde erst gut 40 Jahre später erfunden. Inzwischen durchqueren den Tunnel täglich rund 3200 Fahrzeuge. Tendenz steigend. Wollen zwei Autos zeitgleich das Nadelöhr passieren, wird es eng. Bei einem Lkw oder Bus reicht der Platz nur für eines der beiden Fahrzeuge. Hinzu kommt, dass sich an einigen Stellen im Gewölbe Steine lösen. Und: Einen Fußweg gibt es nicht.

An einer Lösung des Problems arbeitet der Landkreis Zwickau schon seit geraumer Zeit. So wurde bereits im Jahr 2015 ein in Dresden ansässiges Ingenieurbüro beauftragt, mögliche Lösungsvarianten zu erarbeiten. Die liegen auf dem Tisch. Von den fünf Vorschlägen sind noch drei im Gespräch. Zu den möglichen Lösungen gehören beispielsweise ein Ersatzneubau am vorhandenen Standort oder eine Neubautrasse durch das circa 150 Meter entfernte Viadukt. Welche Variante letztendlich die beste ist, auch dabei sollen die Vermessungsarbeiten hilfreich sein.

Mit im Boot ist ebenfalls die Bahn, in deren Zuständigkeit die Überführung fällt. Der Landkreis ist lediglich für die Straße verantwortlich. Zwischen den Partnern fanden bereits mehrere Gespräche statt. Weitere sind geplant. Schwerpunkt war dabei immer wieder die Finanzierung des Projektes.

 
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