Was in Werdau Schlagzeilen machen soll

Gute Wünsche zum neuen Jahr sind nicht rar. Die "Freie Presse" fragte Gäste des Neujahrsempfangs, welche guten Nachrichten sie sich für 2018 wünschen.

Werdau.

Fast 400 Gäste haben am Mittwochabend auf Einladung des Werdauer Oberbürgermeisters Stefan Czarnecki (CDU) in der Stadthalle traditionell bei einem festlichen Empfang das neue Jahr begrüßt. Der Obolus, den die Besucher am üppigen Buffet hinterlassen haben, wird mit für die Ausgestaltung der Feierlichkeiten anlässlich 150 Jahre Stadtbibliothek verwendet.

Sabine Löhmer (52), Sozialbetreuerin, Integrationsbüro "Together" in Werdau: "Ich wünsche mir, dass der Familienzuzug für Asylsuchende bewilligt wird. Ich erlebe täglich, wie Familienmitglie-der darunter leiden, ihre Angehörigen nicht zu sehen. Als Langenhessener Ortsvorsteherin freue ich mich auf das Jubiläum 125 Jahre Feuerwehr."

Steffen Gruna (44), Geschäftsführer der Volkssolidarität in Werdau: "Das Motto unseres Verbandes "Miteinander - füreinander" sollte in allen Bereichen des täglichen Lebens wieder eine größere Rolle spielen. Ein gutes und faires Miteinander würde vieles im Alltag leichter machen, auch im Umgang zwischen den Generationen."

Rolf Müller (76), Präsident des Judosportvereins Werdau: "Ich hoffe, dass unser Verein weiter so erfolgreich an Wettkämpfen teilnimmt und noch reichlich Mitglieder gewinnt. Und auf einen Nachfolger für mich. Nach 40 Jahren Präsidentschaft im Verein werde ich dieses Jahr abdanken."

Sabine Petermann (65), Bibliotheksleiterin Werdau: "Ein gelungenes Jubiläum unserer Einrichtung mit vielen interessanten Veranstaltungen und Besuchern wünsche ich mir. Und dass die Menschen wieder mehr Zeit und Muse finden, ein gutes Buch zu lesen und zu genießen."

Jörg Oettler (41), Leiter des Gymnasiums Werdau: "Endlich grünes Licht für Baumaßnahmen in unserem Schulgebäude, das wäre die beste Nachricht für mich in diesem Jahr. Wir brauchen für unsere Schüler unbedingt einen Speiseraum. Ein weiterer Wunsch sind immer genügend Lehrkräfte für unsere Einrichtung."

Angelika Schunk (65), Unternehmensberaterin und Stadträtin in Werdau: "Ich wünsche mir zuallererst Frieden. Wir nehmen diesen Zustand viel zu selbstverständlich. Und dass die Menschen dankbarer sind für das, was in ihrer Stadt in den Jahren alles positiv verändert wurde."

Georg Christoph Sandmann (53), Dirigent: "Dass unser Werdauer Ensemble Collegium Musicum weiter als Kulturbotschafter für die Stadt und den Landkreis ausstrahlt. Wir sind mit unseren Veranstaltungen zu einem Markenzeichen geworden, was mich als Neu-Werdauer besonders stolz macht."

Volker Hoff (50), Apotheker in Werdau: "Ich hoffe, dass die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen nicht zu weiterer Patienten-Entmündigung führt. Und dass jeder weiterhin Arzt, Apotheke und Medikamente unabhängig von seiner Krankenkasse wählen kann."

Wehren fahren 200 Einsätze

In seiner Neujahrsrede betonte Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU), dass man dankbar sein müsse, in dem Teil der Erde und in diesem Land zu leben. Naturkatastrophen, Kriege, Krisen, all das kenne man nur aus den Nachrichten. Auf kommunaler Ebene habe das der Verwaltung die Möglichkeit gegeben, an Dingen zu arbeiten, die Werdau langfristig positiv prägen sollen. Integration: Durch den Einsatz der Helferkreise, von Kindereinrichtungen, Schulen und anderen Institutionen sei es gelungen, ein gutes Netzwerk aufzubauen. Rund 40 Auszubildende aus der EU erlernen im Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft einen Metallberuf. In der Rettungsdienst- und Altenpflegeschule Neidel werden 100 junge Leute aus Vietnam und Ex-Jugoslawien ausgebildet. Hinzu kommen Dutzende Teilnehmer von Maßnahmen zum Erlernen der deutschen Sprache oder zum Erlangen der Ausbildungsreife.

Industrie: Bei der Suche nach neuen Gewerbeflächen soll zusammen mit der Stadt Zwickau ein Industriegebiet entwickelt werden. Am Kreisverkehr Steinpleis könnten so bis zum Pleißen-Center und zum ehemaligen RAW 60 Hektar entstehen.

Geburten: Seit drei Jahren steigen die Geburtenzahlen in Werdau. Mit 184 neuen Erdenbürgern wurde im vorigen Jahr der höchste Wert seit 1990 erreicht.

Ehrenamt: Die 150 Mitglieder der Ortsfeuerwehren haben 2017 mehr als 200 Einsätze absolviert. Dieses Jahr bekommt die Ortsfeuerwehr Steinpleis ein Löschgruppenfahrzeug, das 430.000 Euro kostet. (rdl)

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