Westsachsen bauen Tore für RB Leipzig

Die Firma Landschaftsbau Fleischer aus Thierfeld arbeitet auf Baustellen zwischen Bodensee und Nordsee. Jetzt ist sie in die 1. Bundesliga aufgestiegen.

Thierfeld/Leipzig.

Wenn Fußball-Bundesligist RB Leipzig morgen in der Red-Bull-Arena sein Testheimspiel gegen den englischen Premier-League-Club Stoke City bestreitet, werden im Stadion auch Mitarbeiter der Firma Landschaftsbau Fleischer aus dem Hartensteiner Ortsteil Thierfeld sitzen. Und das nicht einfach so - die Westsachsen haben dazu beigetragen, dass morgen wieder der Ball in der Arena rollen kann: "Wir haben im Zuge der Sanierungsarbeiten neue Tore im Stadion aufgestellt und daraufhin eine Einladung zum Spiel bekommen", freut sich Geschäftsführer Gerald Fleischer. "In der Red-Bull-Arena arbeiten zu dürfen, ist eine große Ehre."

Wer jetzt denkt, Tore werden einfach auf den Rasen gestellt, irrt gewaltig. "Das war eine Herausforderung", berichtet Mitarbeiter René Tetzner. Man habe beim Entfernen der Fundamente der alten Tore darauf achten müssen, dass die Rasenheizung nicht beschädigt wird. Dann wurden die neuen Fundamente ein- und darauf die neuen Tore aufgebracht. Am Ende erfolgte noch das Abspannen der Netze. "Da ist Zentimetergenauigkeit gefragt", erklärt Gerald Fleischer. "Aber ich habe gute Leute. Wir haben das hinbekommen."

Die Firma war 2003 als Landschaftsbau gegründet worden und hat sich beim Sportplatzbau sowie dem Einbau von Kunststoffbelägen einen Namen gemacht. "Ich habe mit meinem fünfköpfigen Team bereits Sportplätze zwischen Bodensee und Nordsee neu angelegt oder saniert", so Fleischer. "Zur Red-Bull-Arena und RB Leipzig haben wir durchs Aufstellen der Tore jetzt eine ganz besondere Beziehung."

Das Spiel morgen ist freilich nur eine Generalprobe. Der reguläre Erstliga-Betrieb startet Mitte August, das erste Heimspiel steht am 27. August an. Dann reisen die Kicker vom SC Freiburg an. Die Mitarbeiter der Thierfelder Firma sind schon gespannt: Wer wohl als erstes in eines "ihrer" Tore trifft?


Größtes sächsisches Stadion

Die Red-Bull-Arena in Leipzig, die im Kessel des früheren Zentralstadions errichtet wurde, ist das größte Stadion in Sachsen und nach dem Olympia-Stadion Berlin das zweitgrößte im Osten Deutschlands. Die Heimstätte des Bundesligisten RB Leipzig bietet fast 43.000 Zuschauern Platz.

Die Generalprobe vor der Saison 2017/18 in der Fußball-Bundesliga trägt der RB Leipzig morgen in der heimischen Red-Bull-Arena aus. Der Vizemeister der vergangenen Bundesligasaison empfängt das Team von Stoke City aus der englischen Premier League. Dort mischt auch ein Deutscher mit: Philipp Wollscheid. (vim)

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