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Drei Generationen Hartmannsdorfer Feuerwehrleute: Horst Werner, Nils Eißmann und Wehrleiter Jens Klaumünzer (von links).

Foto: Andreas Wohland

Brandschützer sein - keine Altersfrage

Die Freiwillige Feuerwehr Hartmannsdorf ist personell gut aufgestellt. Auch ehemalige und künftige Mitglieder hat die Leitung stets im Blick.

Von Andreas Wohland
erschienen am 16.05.2018

Hartmannsdorf. Nach den Feierlichkeiten zum 125-jährigen Gründungsjubiläum heißt es für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hartmannsdorf, den Blick jetzt wieder in die Zukunft zu richten. Das tun die Feuerwehrleute durchaus optimistisch. "Unsere Wehr kann sich derzeit auf 46 Kameraden stützen. Natürlich haben auch wir mit dem altbekannten Problem zu kämpfen, dass arbeitsbedingt tagsüber nur wenige Leute zur Verfügung stehen. Glücklicherweise gehören gleich drei Beschäftigte unseres Bauhofs der Wehr an. Zwei bis drei zusätzliche Einsatzkräfte finden sich eigentlich immer unter den Schichtarbeitern, die gerade frei haben", sagte Wehrleiter Jens Klaumünzer. Das reiche auf jeden Fall aus, um im Ernstfall bis zum Eintreffen weiterer Wehren an Ort und Stelle handlungsfähig zu sein.

Zu Einsätzen ausrücken muss der 90-jährige Horst Werner zwar schon lange nicht mehr. Ungeachtet dessen interessiert ihn aber so ziemlich alles, was mit der Hartmannsdorfer Feuerwehr zu tun hat. "Ich bin schon als junger Bursche in die Wehr eingetreten. Wie oft ich mit draußen war, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Es kam immer nur darauf an, dass wir zur Stelle waren, wenn wir gebraucht wurden. Egal ob nun ein Brand zu löschen war oder Sturmschäden beseitigt werden mussten", sagte der Senior, der als Dank für seine Verdienste schon vor Jahren mit der Ehremitgliedschaft in der blauen Truppe gewürdigt wurde. Ein Leben ohne die blaue Uniform könnte er sich rückblickend auf sein Leben nicht so recht vorstellen. "Der ganze Zusammenhalt und die Freundschaften untereinander, aber auch das schöne Gefühl, Menschen in Not geholfen zu haben und dafür ihre ehrlich gemeinte Dankbarkeit zu erhalten, sind für mich unvergessliche Erinnerungen", sagte er. Natürlich habe dazu auch so manche schöne Feierlichkeit gehört. "Wenn jemand eine ordentliche Arbeit leistet, darf er es sich auch mal gut gehen lassen." Bedauernd fügte Horst Werner hinzu, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht an den Feierlichkeiten zum 125. Gründungsjubiläum der Hartmannsdorfer Feuerwehr teilnehmen konnte. Dafür freute es ich umso mehr, dass ihm das jüngste Wehrmitglied einen Be- such abstattete. Der achtjährige Nils Eißmann gehört seit einem Jahr der Jugendfeuerwehr an. "Meine Oma und mein Opa sind auch in der Feuerwehr. Mir macht es Spaß, aber ich fände es noch schöner, wenn noch mehr aus meiner Klasse in der Jugendfeuerwehr mitmachen würden", sagte er. Bis zu seinem ersten richtigen Einsatz als Feuerwehrmann werden noch ein paar Jahre vergehen. "Ich freue mich schon jetzt darauf, einmal ein richtiger Feuerwehrmann zu sein und dann anderen Leuten helfen zu können", sagte der junge Mann.

Die Freiwillige Feuerwehr Hartmannsdorf hat zwar kürzlich ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert, das bezog sich aber nur auf die offizielle Wehrgründung. Denn schon seit 1775 existierte im Ort eine Feuer-löschordnung und ab 1862 auch ein organisiertes Feuerlöschwesen. Daher standen der Wehr bei ihrer Gründung zwei Spritzenhäuser zur Verfügung, in denen für den Bedarfsfall jeweils eine Handdruckspritze vorgehalten wurde.

 
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