"Freie Presse"-Redaktion in Glauchau angegriffen

Unbekannte haben gestern Abend mit sechs Ziegelsteinen mehrere Fenster in der Lokalredaktion und der Geschäftsstelle eingeworfen.

Glauchau.

Gegen 18.40 Uhr gab es den ersten lauten Knall. Während zwei Redakteure noch an der Montagsausgabe der "Freien Presse" Glauchau arbeiteten, warfen Unbekannte sechs Ziegelsteine von der Paul-Geipel-Straße aus in die Redaktion und in die Geschäftsstelle. Zwei Steine zerstörten Scheiben des Sekretariats der Lokalredaktion, vier Steine trafen die Geschäftsstelle, die sich direkt daneben befindet. Die Scherben lagen weit verbreitet in den Räumen.

Ein 53-Jähriger Anwohner hat kurz nach dem Angriff einen Mann, etwa 1,70 Meter groß und mit einer dunklen Bomberjacke bekleidet, in Richtung Gründelpark laufen sehen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei war mit mehreren Einsatzkräften, Kriminaltechnikern und einem Fährtenhund vor Ort. "Wir gehen von mehreren Tätern aus, die die Steine mitgebracht haben, da sie trotz des Regens trocken waren", sagte Tommy Krischker vom Glauchauer Polizeirevier.

Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) war am Abend mit vor Ort. "Ich bin zutiefst erschüttert von diesem massiven Angriff auf die Presse", sagte Dresler. So etwas habe er bisher in Glauchau noch nie erlebt. Der Stadtchef sicherte den Redakteuren seine Unterstützung zu. Die Angreifer müssen

von der Straße aus zumindest einen der Reporter gesehen haben, da noch Licht brannte. Dass Personen bei dem Angriff zu Schaden hätten kommen können, haben sie offenbar in Kauf genommen. Über die Motive der Tat war bis gestern Abend noch nichts bekannt.

Bis nach Redaktionsschluss war die Kriminaltechnik vor Ort. Die Scheiben wurden mit Hilfe von Mitarbeitern des Bauhofs gesichert.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    berndischulzi
    16.11.2015

    Auch wenn man derzeit mit der Bericherstattung der Presse nicht immer zufrieden ist, soetwas ist völlig inakzeptabel. Ich hoffe, man kann die Täter ermitteln..



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