Hochschule Zwickau: Rektor ist offiziell abgewählt

Zwickau. Nun ist es endgültig: Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) hat ihren Rektor Karl Schwister verloren. Der Hochschulrat ist während seiner Sitzung am Donnerstag dem Beschluss des Erweiterten Senats gefolgt und hat die Abwahl bestätigt, teilt die Hochschule mit.

Michael Ermrich, Vorsitzender des Aufsichtsgremiums begründete diese Entscheidung so: "Das Verhältnis zwischen großen Teilen der WHZ und dem Rektor lässt nach unserer Einschätzung eine sachliche Zusammenarbeit zum Wohl der Institution nicht mehr zu." Gleichzeitig fügte er einen Dank an den Professor für seine Arbeit an und sagte: "Wir bedauern sehr, dass es zwischen dem Rektor und vielen Hochschulangehörigen in den letzten Monaten einen Vertrauensbruch gab und dieses Vertrauen nicht wieder aufgebaut werden konnte."

Zu diesem Zwistigkeiten zwischen beiden Seiten hatte Schwister erst am Mittwoch Stellung bezogen. Er warf Teilen der Hochschule vor, sich gegen Neuerungen zu verschließen und nicht immer die geforderte Arbeit zu leisten. Er habe sich mit diesen Vorwürfen auch an den Rechnungshof und an das sächsische Wissenschaftsministerium gewandt. Das wiederum sorgte am Donnerstag in der Bildungseinrichtung für Unmut. Aus den Reihen der Mitarbeiter hieß es, Schwister habe geleistete Arbeit nicht wertgeschätzt. Zwar habe der Rektor teilweise gute Ideen eingebracht, dabei aber auch erfolgreich arbeitende Systeme einfach umkrempeln wollen. Das habe ihn letztlich von den Mitarbeitern der WHZ entfernt.

Die Amtsgeschäfte übernimmt nun die bisherige Stellvertreterin Hui-fang Chiao. Sie ist Prorektorin für Internationales und Professorin für Chinesisch. Gleichzeitig gab der Hochschulrat bekannt, dass eine Neuausschreibung des Rektoramtes umgehend vorbereitet wird. Bis ein Nachfolger gewählt ist, bleiben die drei bisherigen Prorektoren im Amt, hieß es weiter.
Karl Schwister, der zuletzt Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Düsseldorf war, ist von dieser Einrichtung beurlaubt worden. Er hat nun die Möglichkeit, dorthin zurückzukehren. In Zwickau wolle er nach der Bestätigung seiner Abwahl nicht bleiben, sagte Schwister am Mittwoch.

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