Lichtentanne: Tino Obst gewinnt die Wahl zum Bürgermeister

Mit 51,5 Prozent der Stimmen errang der parteilose Einzelkandidat im zweiten Wahlgang die Mehrheit. Der 46-Jährige tritt die Nachfolge von Inge Krauß an.

Lichtentanne.

Spannung lag in der Luft, als gestern Abend die beiden Bürgermeisterkandidaten am Ende des zweiten Wahlganges gemeinsam mit etlichen Lichtentannern auf das Ergebnis der Stimmenauszählung warteten. Kurz nach 19 Uhr war es dann soweit: Die Leiterin des Gemeindewahlausschusses, Andrea Kreißig, gab bekannt, dass der parteilose Einzelkandidat Tino Obst 51,5Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Er jubelte genau wie seine Unterstützer. Bürgermeisterin Inge Krauß (CDU) war die erste, die ihrem Nachfolger gratulierte. Frank Herwig, der als Parteiloser für die SPD angetreten war und mit 1521 Stimmen nur 92 weniger als der Sieger auf sich vereinigen konnte, zeigte sich als guter Verlierer und beglückwünschte Obst gleich nach der Dorf-Chefin.

Der Sieger freute sich riesig. "Es war ein fairer Wahlkampf. Ich bedanke mich bei allen Wahlhelfern und allen, die meine Wahl unterstützt haben", sagte er. "Ich freue mich auf die Arbeit. Ich denke, gemeinsam können wir viel erreichen." Der Familienvater, der wie seine Frau Manuela in Lichtentanne aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, wohnt mit ihr und den Kindern im Ortsteil Thanhof. Der Unternehmer wird sich von einem Standbein seiner Firma, dem Vertrieb von Hifi-Technik, trennen. "Das andere, den Akustikbau, wird meine Frau weiterführen, die bereits Erfahrung damit hat", so der künftige Kommunalpolitiker, der übrigens nicht mit der Kirchberger Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) verwandt ist.

Der knapp unterlegene Frank Herwig bedankte sich ebenfalls bei allen, die ihn im Wahlkampf unterstützt und ihm ihre Stimme gegeben haben. "Ich hoffe, Tino Obst hat das richtige Händchen für das Bürgermeisteramt. Nach einer so knappen Niederlage kann ich erhobenen Hauptes aus dem Rathaus gehen."

Der promovierte Physiker hatte bei den Briefwählern sowie in den Ortsteilen Stenn und Ebersbrunn die Nase vorn. Doch das reichte am Ende nicht. Sein Kontrahent heimste in den beiden Wahllokalen in Lichtentanne und in Schönfels mehr Stimmen ein und verbuchte am Ende die Mehrheit. Die Wahlbeteiligung war übrigens mit 57,4 Prozent niedriger als vor einem Monat. Im ersten Wahlgang, bei dem noch drei Bewerber angetreten waren, lag sie bei 61Prozent.

Der neue Bürgermeister der 6500-Einwohner-Gemeinde wird die Nachfolge von Inge Krauß (CDU) antreten. Die 69-Jährige führt die Geschicke von Lichtentanne bereits die zweite Amtszeit und war nicht wieder zur Wahl angetreten. Sie wird am 12. April feierlich verabschiedet.

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