Park um den Schwanenbrunnen wird wieder schön gemacht

Heute kaum zu glauben: Einst war die Anlage der Eingang zum Schwanenteich. Jetzt bekommt sie ihren früheren Glanz zurück. Und mehr.

Zwickau.

Der ehemals wichtigste und schönste Zugang zum Zwickauer Schwanenteichpark, das Areal rund um den Schwanenbrunnen, soll noch dieses Jahr komplett neugestaltet werden. Sowohl der Bau- als auch der Finanzausschuss des Zwickauer Stadtrates stimmten einstimmig für die Pläne. 643.000Euro will sich die Stadt die Wiederherstellung der historischen Anlage kosten lassen. 80 Prozent davon werden über das europäische Efre-Programm finanziert.

Wie der Leiter des Garten- und Friedhofsamtes, Jörg Voigtsberger, sagte, soll dabei weit mehr getan werden als die Sanierung des 1935 eingeweihten Brunnens. Die gesamte Umgebung der Wasserspiele mit der Schwanenskulptur bekommt eine Frischekur. In den letzten Jahren hatte sich der Zustand der 9850 Quadratmeter großen Parkanlage zwischen Humboldtstraße und Stiftstraße immer mehr verschlechtert.

Bei dem Projekt soll nun die Pergola nicht nur neu bepflanzt, sondern samt Fundamenten und Stützen saniert werden. Die Holzkonstruktion erhält künftig zudem eine Beleuchtung. Alles was ungenutzt oder verschlissen ist, soll aus dem Park verschwinden oder durch Neuanschaffungen ersetzt werden. Das trifft auf die Bänke, die künftig ergonomische Bequemlichkeit bieten sollen, ebenso zu wie auf die Gehölze. Ausufernde Sträucher und kranke Pflanzen werden entfernt und durch niedrigere Büsche ersetzt. Bald soll auch wieder ein Blick auf die Umgebung möglich sein. Gehwege und Parkflächen rund um den Brunnen werden erneuert und so angelegt, dass sich kein Wasser dort stauen kann. Die kaputte Treppe wird abgerissen und teilweise mit nicht beschädigten Steinen neu aufgebaut. Auch die angrenzenden Natursteinmauern sollen gereinigt und instand gesetzt werden.

Freilich wird einer der Schwerpunkte in der Sanierung des Schwanenbrunnens selbst liegen. Das Brunnenbecken mit dem Sockel für die Schwanenskulptur ist undicht. Wasser dringt inzwischen auch in die darunter liegende Brunnenstube ein. Die dauerhafte Feuchtigkeit hat die ohnehin veraltete Technik so schwer beschädigt, dass Reparaturen nicht mehr ausreichen, um den Brunnen wieder in Betrieb nehmen zu können. Jetzt soll er ein komplett neues Innenleben erhalten.

Die Parkanlage entstand zwischen 1929 und 1939 auf Initiative des Vorstandes des Zwickauer Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Albin Adolph Barth. Der Inhaber eines Eisenwarengeschäftes hatte dafür die Eisen-Barth-Stiftung gegründet. In den 1980er-Jahren scherten sich die Straßenplaner allerdings nicht weiter um den Denkmalschutz, sondern bauten durch den Park die Reichenbacher Straße und trennten damit den Eingang vom Rest der Anlage ab. Im Laufe der Jahre verschwand die Verbindung zunehmend aus dem Bewusstsein der Zwickauer.

Zuletzt wurde der Platz immer mehr zum Treffpunkt von Menschen mit problematischem Verhalten, was seine Attraktivität nicht förderte. Streetworker sind damit beschäftigt, den sozialen Brennpunkt zu entschärfen. Dabei geht es nicht darum, die Menschen vom Platz zu verbannen, sondern sie wieder ins normale Leben zu integrieren.

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