Totes Baby: Anklage fordert mehr als fünf Jahre Gefängnis

Zwickau (dpa/sn) - Im Prozess um ein totes Baby hat die Staatsanwältin vor dem Landgericht Zwickau fünfeinhalb Jahre Haft für die 33 Jahre alte Mutter gefordert. Sie habe ihr Kind nach der heimlichen Hausgeburt nicht versorgt, sondern alle Spuren penibel beseitigt. «Die Angeklagte hat den Tod des Kindes in Kauf genommen, um nicht entdeckt zu werden», sagte Ines Leonhardt in ihrem Plädoyer am Donnerstag. Strafbar sei die Tat als Totschlag durch Unterlassen.

Die mehrfache Mutter hatte bereits zum Prozessauftakt Anfang März zugegeben, für den Tod des Säuglings verantwortlich zu sein. Demnach legte die Erzieherin das tote Baby im August 2016 auf einer Wiese in Wilkau-Haßlau ab. Dort war der Leichnam zehn Monate später bei Mäharbeiten entdeckt worden.

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