So ehrt die Stadt Dresden die Schumanns

Straßen und Botschafter, ungewöhnliche Orte, Persönlichkeiten: Der Journalist Christian Adler begibt sich auf die Spuren seiner Geburtsstadt. "Freie Presse" veröffentlicht eine Auswahl seiner Berichte. Teil 7: Komponisten- Gedenken rund um die Landeshauptstadt.

Dresden/Zwickau.

Gedenktafeln, Büsten und ein Mini-Museum erinnern in und um Dresden an Robert und Clara Schumann. Das Ehepaar lebte von 1845 bis 1850 in "Elbflorenz", das mit einem Robert-Schumann-Denkmal den gebürtigen Zwickauer ehrt. Es wurde 1986, ein Jahr nach der Eröffnung der wieder aufgebauten Semperoper, am Zwingerteich hinter dem berühmten Opernhaus aufgestellt.

Der Verein Sächsisches Vocalensemble ließ an Wohn- und Wirkungsstätten der Schumanns kleine Gedenkmedaillons anbringen. Sie hängen am Coselpalais und Hôtel de Saxe neben der Frauenkirche, am Palais im Großen Garten sowie - südlich von Dresden - am Schloss Maxen und an der Kirche in Kreischa. Ein Gedenkstein am blauen, sogenannten "Doktorhaus" von Maxen verweist auf zwei Aufenthalte der Familie Schumann. Robert Schumann bezeichnete Kreischa als einen "der lieblichsten Orte um Dresden; überall schöner Busch, muntere Quellen - und auch Forellen." Hierher war er 1849 vor den revolutionären Unruhen in Dresden geflohen. Eine Bronzebüste im Kurpark erinnert an den einmonatigen Aufenthalt. Geschaffen wurde sie auf Initiative des Kreischaer Kunst- und Kulturvereins "Robert Schumann" im Zusammenwirken mit Kammersänger Peter Schreier, der hier auch die Konzertreihe "Schummaniade" ins Leben gerufen hat.

Ganz in der Nähe von Kreischa liegt Schmorsdorf, wo Clara Schumann die "Tausendjährige Linde" aufsuchte. Ein ehemaliges Posthäuschen neben dem stattlichen Baum wird seit 2006 als "Lindenmuseum Clara Schumann" genutzt. Das wohl kleinste Museum Deutschlands widmet sich der Ortsgeschichte, der großen Linde, Schmorsdorfs prominenter Besucherin und ihrem Mann. Eine Clara-Schumann-Plastik und ein Gedenkstein in Flügel-Form ergänzen das idyllische Ensemble in der Ortsmitte.

In Dresden-Loschwitz steht am Fuße des Blauen Wunders, der mächtigen Brücke aus Zwickauer Stahl, das Geburtshaus von Friedrich Wieck. Die Straße vor dem Haus ist nach dem Vater von Clara Schumann benannt. Sein Grab befindet sich auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden-Johannstadt.

Weitere Bilder von den Schumann-Stätten in und um Dresden:

www.zwickautopia.de

www.freiepresse.de/spuren

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