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Das Fischsterben der vergangenen Jahre im Langen Teich soll ein Ende haben. Die Stadt will Vorkehrungen treffen.

Foto: Ralph Koehler/propicture

Stadt will neues Fischsterben verhindern

Mit den Temperaturen steigt auch die Gefahr für das Leben der verbliebenen Wasserbewohner im Langen Teich. In diesem Sommer gibt es aber einen Lösungsansatz.

Von Michael Stellner
erschienen am 14.05.2018

Zwickau. Dieser 900-Jahre-Jubiläumssommer soll offenbar ohne ein weiteres Massensterben im Langen Teich auskommen. Die Zwickauer Stadtverwaltung hat sich jedenfalls vorgenommen, anders als in den Vorjahren bessere Vorkehrungen zum Schutz der verbliebenen Lebewesen in dem Nebengewässer des Schwanenteichs zu treffen. Auf Anfrage der "Freien Presse" sagte die Verwaltung, man wolle für einen regelmäßigen Zulauf von frischem Wasser aus dem Schwanenteich sorgen. Damit will man die Ursachen, die zum Fischsterben der letzten Jahre geführt haben, vorübergehend beheben. "Das wird das Garten- und Friedhofsamt bestmöglich gewährleisten", erklärte Sprecherin Heike Reinke.

In den Jahren 2016 und 2017 war jeweils ein großer Teil der im Langen Teich lebenden Fische im Hochsommer verendet. 2017 sprach der Anglerverband Südsachsen Mulde/Elster davon, in einem sechseinhalbstündigen Einsatz mehr als 1000 Kadaver aus dem Wasser geholt zu haben. Insgesamt haben die Angler 160 Kilogramm toter Lebewesen geborgen. Als Grund für den jährlich wiederkehrenden Exodus gilt Sauerstoffmangel im Wasser, der vor allem bei hohen Temperaturen auftritt und sich während des Sommers weiter verschlimmert. Die Angler schätzten damals ein, dass nicht alle Teichbewohner dem großen Sterben zum Opfer gefallen sind und daher weiterhin Fische in dem trüben Gewässer leben würden.

Das eigentliche Problem ist, dass der Lange Teich über keinen ausreichenden Zulauf von Frischwasser verfügt. Das zu ändern, ist eine teure Aufgabe, nur fehlt es offenbar am nötigen Geld. Bereits beantragte Fördermittel in Höhe von 720.000 Euro über das europäische Efre-Programm fielen zunächst flach, seitdem gibt es weitere Bemühungen, das Geld doch noch irgendwie aus der Bürokratiemaschine heraus und in den Teich hineinzubekommen. Stadt, Sächsische Aufbaubank und Innenministerium diskutieren seit 2017 miteinander. Beim jüngsten Treffen im April 2018 einigte man sich laut Stadtverwaltung darauf, weiter an der Sanierung festzuhalten, allerdings unter der Maßgabe, dass Zwickau detailliert eine mit dem Projekt verbundene CO2-Einsparung nachweisen muss. Nur dann könne Geld aus dem Efre-Topf fließen. Im August will die Stadt weitere entsprechende Unterlagen einreichen.

Klappt alles, könnte die Sanierung des Langen Teichs 2019 beginnen. Damit verbunden wäre auch ein Ende der Diskussion über Fischsterben sowie darüber, ob man das Gewässer nicht besser ganz abschaffen würde. Gegen diesen Vorstoß des SPD-Landtagsabgeordneten Mario Pecher hatte sich das Rathaus gewehrt, da der Lange Teich als Löschwasserreserve für die Feuerwehr diene und folglich eine wichtige Aufgabe erfülle. Tote Fische hin oder her.

 
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