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Die beiden Zwergotter haben sich schon eingelebt.

Foto: Andreas Wohland

Tierpark: Zwergotter erobern Herzen

In Hirschfeld gibt es neue Publikumslieblinge: die verspielten Otter. Sie nehmen den Platz von Nutria und Marderhund ein.

Von Sara Thiel
erschienen am 16.01.2018

Hirschfeld. Am Wetter kann es nicht gelegen haben: Trotz des verregneten Sommers verzeichnete der Tierpark Hirschfeld im vergangenen Jahr fast 110.000 zahlende Besucher - und damit rund 5000 Gäste mehr als im Jahr zuvor. Eine genauere Zahl gibt es nicht, denn jedes dritte Kind einer Familie hat ebenso freien Eintritt wie Kinder unter drei Jahren sowie Begleitpersonen von behinderten Menschen.

Im Laufe des Jahres verabschiedeten sich die Besucher von zwei Arten, die nicht mehr in Hirschfeld zu sehen sind: Die Nutrias wurden zum Teil verkauft, zum Teil geschlachtet. Die Marderhunde wurden an einen hessischen Wildpark verkauft. Beides sind invasive Arten, die nicht in Deutschland heimisch sind und deswegen auch nicht mehr gezüchtet werden sollen. Das Gleiche gilt für Waschbären, die aber nach wie vor ein Besuchermagnet im Hirschfelder Tierpark sind. Weil auch für diese Art die Nachzucht in Tierparks verboten ist, geht Ramona Demmler, Leiterin der Hirschfelder Einrichtung, davon aus, dass diese Tiere in einigen Jahren nicht mehr zu sehen sein werden. "Das ist nur eine Frage der Zeit." Jedenfalls gelte das für öffentliche Parks. In der Natur werden sie sich weiter vermehren.

Noch hat Ramona Demmler die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich die gesetzliche Regelung mit Blick auf Waschbären in Zoos ändert. Für Marderhunde und Nutrias stellt sich das Problem nicht mehr. In die alten Gehege sind unterdessen neue Tiere eingezogen: Die Otter haben sich schnell zu Lieblingen der Besucher gemausert. Der Tierpark hatte ein Geschwisterpaar aus Dresden gekauft, das Männchen aber noch einmal mit einem Tier aus Fürstenwalde getauscht. Nun erfreut das lebhafte Pärchen Groß und Klein - allerdings in der Regel erst ab der Mittagszeit.

Insgesamt leben in Hirschfeld rund 520 Tiere in 98 Arten. Das hat die Zählung am Anfang des Jahres ergeben - die Fische im Teich sind nicht inbegriffen. Allgemein gibt die Einrichtung an, rund 600 Tiere zu beherbergen. "Aber wir konnten 2017 relativ gut verkaufen", sagt die Leiterin. Vor allem Schafe, Wollschweine und Minischweine fanden Abnehmer. Dabei legt Ramona Demmler Wert darauf, dass auch Minischweine zwar Haustiere sind, aber nicht dafür geeignet, alleine oder in der Wohnung gehalten zu werden. All dies wird schon geklärt, wenn Kaufinteressenten im Tierpark anrufen, sagt sie. Das dürfte in den kommenden Tagen wieder häufiger passieren, denn die jüngsten Nachzuchten -Kamerunschafe und Minischweine -seien jetzt alt genug, um verkauft zu werden.

In diesem Jahr soll der Bau am neuen Wisentgehege weitergehen. Dazu sollen weitere Fördermittel beantragt werden. "Der Stall steht, das Dach ist drauf und die Elektrik drin", sagt Demmler. Nun steht der Innenausbau an. Dann folgen Umzäunung und die Gestaltung des Geländes. Geht alles gut, wird die Anlage 2019 fertig. Das erlebt eine junge Wisentkuh nicht mehr mit. Sie wird in Kürze nach Karlsruhe verkauft.

 
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