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Foto: Daniel Karmann/dpa

Arbeitslosengeld gibt es künftig an der Supermarktkasse

erschienen am 11.11.2017

Berlin (dpa) - Empfänger von Leistungen wie dem Arbeitslosengeld können sich Bargeld künftig in besonders dringenden Fällen an Supermarktkassen auszahlen lassen. Das Verfahren sei für Menschen, die kein eigenes Konto haben oder die im Ausnahmefall sofort eine Auszahlung bräuchten, sagte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit am Samstag. Zuvor hatte die «Welt am Sonntag» darüber berichtet.

Zu den beteiligten Supermärkten und Drogerien gehörten Rewe, Penny, Real, dm und Rossmann. «Ziel ist die flächenweite Einführung der neuen Lösung bis Ende 2018», sagte der BA-Sprecher. Die Umstellung soll im zweiten Quartal 2018 starten.

Bislang standen dafür Kassenautomaten in Jobcentern und Arbeitsagenturen zur Verfügung. Diese Automaten sollen nun aus Kostengründen abgebaut werden. Die üblichen Überweisungen von Leistungen der Jobcenter oder Arbeitsagenturen bleiben ganz normal bestehen, betonte der Sprecher.

Damit Arbeitslose bei den Händlern Geld bekommen, müssen sie einen Zettel mit einem Barcode vorlegen, den sie sich im Jobcenter oder der Arbeitsagentur abholen können. Dieser werde an der Kasse eingescannt und der angezeigte Betrag sofort ausgezahlt.

Der Unterhalt der bisherigen Geldautomaten in den Jobcentern koste die Bundesagentur acht Euro pro Transaktion. Im Vorjahr hätten sich die Kosten mit 400 000 Bar-Transaktionen demnach auf 3,2 Millionen Euro belaufen. Die neue Lösung werde günstiger sein, sagte der BA-Sprecher. Eine genaue Höhe nannte er nicht.

Den Zuschlag für die Bargeldauszahlung erhielt das Berliner Unternehmen Cash Payment Solutions. Der Dienstleister verfügt dem Zeitungsbericht zufolge über ein bundesweites Händlernetz mit 8500 angeschlossenen Filialen. Kunden könnten dort bereits Online-Einkäufe und Stromrechnungen bar an der Ladenkasse bezahlen. Zudem böten einige Banken die Kassen ihren Kunden als Alternative zum Geldautomaten an.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
9
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 14.11.2017
    18:12 Uhr

    Zeitungss: @ cn3b..: Jaaaaa, diese Möglichkeit besteht. Mein Grundgedanke war sicherlich gleich.

    0 2
     
  • 14.11.2017
    17:46 Uhr

    cn3boj00: @Zeitungss: abgesehen davon dass mancher mein Zwinkern nicht verstanden hat finde ich, genau das Gegenteil ist der Fall: Die Ämter könnten gleich sehen, wofür das Geld ausgegeben wird und entsprechende Kürzungen vornehmen...

    0 2
     
  • 13.11.2017
    23:29 Uhr

    Zeitungss: @cn3boj00: Ist heute nicht mehr ganz zeitgemäß mit dem Deckel und das Finanzamt und dieses andere Amt würden ihrer "Kontrollfunktion" beraubt, was das eigentliche Problem ist.

    1 2
     
  • 13.11.2017
    19:50 Uhr

    cn3boj00: Die beteiligten Supermärkte haben damit einen neuen Kundenstamm, denn nach der Auszahlung wird so mancher dann gleich sein Bier dort holen und nicht woanders. Noch besser wärs, wenn die Supermärkte statt Barauszahlung für die Betroffenen einen Deckel einrichten ;)

    4 4
     
  • 12.11.2017
    15:52 Uhr

    Hinterfragt: "Das Verfahren sei für Menschen, *** die kein eigenes Konto haben ***...Bislang standen dafür Kassenautomaten ... Diese Automaten sollen nun aus Kostengründen abgebaut werden..."

    Stimmt, wer lesen kann ...

    0 8
     
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