Berliner Polizei setzt Wohnungsräumung gegen Demonstranten durch

Berlin (dpa) - Hunderte Polizisten haben in Berlin-Kreuzberg trotz Protestblockaden die Zwangsräumung einer Mietwohnung durchgesetzt.

Aus Ärger über steigende Mieten versuchten rund 500 Demonstranten am Donnerstagmorgen, die Räumung zu verhindern. Die Polizei sprühte Pfefferspray und nahm etwa 15 Blockierer fest. Nach Angaben einer Polizistin warfen einzelne Randalierer mit Steinen. In Berlin schwelt seit langem eine Debatte über steigende Mieten und die Verdrängung von Bewohnern aus der Innenstadt.

Die Polizei brachte eine Gerichtsvollzieherin am frühen Morgen über ein anderes Haus und Hinterhöfe an den Demonstranten vorbei zu der Wohnung, wie ein Berliner Grünen-Abgeordneter berichtete. Dort übergab ein Mieter den Schlüssel. Die Familie habe die Wohnung aber bereits in den vergangenen Tagen verlassen. Die Polizei setzte zeitweise auch einen Hubschrauber ein.

Bei dem jahrelangen Streit zwischen dem Hausbesitzer und der Familie ging es um Mieterhöhungen, Mietrückstände und zu spät gezahlte Nachforderungen. Nach einigen Verhandlungen hatte ein Gericht die vom Hausbesitzer beantragte Räumung bestätigt.

Aufruf zur Blockade

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2Kommentare
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  • 1
    0
    19.02.2013

    das sind demonstrantInnen und keine gewalttäterInnen.
    das ist ein großer unterschied!

    haben sie sich schon mal mit der lage auf dem berliner wohnungsmarkt auseinandergesetzt? es ist nur richtig, das die bürgerInnen sich gegen diesen mietenirrsinn engagieren. (btw, sollte dies natürlich ohne steinewerfen möglich sein, das ist schon richtig - einzelne idioten wird es leider immer geben)

  • 1
    2
    zombie1969
    15.02.2013

    Saubere Aktion der Polizei. Solchen Gewalttätern müssen die Gesetze weiterhin hart und konsequent beigebracht werden. Allfällige Kosten des Einsatzes sind den Verhafteten in Rechnung zu stellen. Der Steuerzahler sollte wenn immer möglich geschont werden.



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