Werbung/Ads
Menü
Demonstranten protestieren in Finsterwalde während einer Wahlkampfveranstaltung der CDU auf dem Marktplatz gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Foto: Ralf Hirschberger

Merkel will grölenden Demonstranten nicht weichen

Hass und ohrenbetäubende Trillerpfeifen: Während eines Wahlkampfauftritts im nordsächsischen Torgau schlägt der Kanzlerin eine Welle der Wut entgegen.

erschienen am 07.09.2017

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich von Protesten auf ihren Wahlkampfveranstaltungen nicht unterkriegen lassen.

«Mir ist es wichtig, auch immer wieder dorthin zu fahren, wo ich nicht nur freundlich empfangen werde», sagte die CDU-Vorsitzende den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. «Viele Menschen, die sich den Trillerpfeifenkonzerten und den Sprechchören nicht anschließen, brauchen Ermutigung dafür, weiter Zivilcourage zu zeigen und dem Hass entgegenzutreten.»

Merkel sagte, gerade in ihrem Wahlkreis suche sie immer wieder das Gespräch mit Kritikern. «Aber wenn jemand nur noch pfeift und brüllt, dann kann man nicht mehr gut reden», sagte sie.

Merkel hatte am Mittwoch im nordsächsischen Torgau einen ihrer schlimmsten Auftritte auf ihrer bisherigen Wahlkampftour erlebt. Die Kanzlerin wurde mit einem Pfeifkonzert empfangen. Dutzende AfD- und Pegida-Anhänger bekundeten ihren Unmut. «Buh»- und «Volksverräter»-Rufe waren zu hören. Bereits bei früheren Auftritten Merkels war es zu Störungen gekommen.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung. «Wer keine andere Meinung ertragen kann, Plakate zerstört und andere niederbrüllt, disqualifiziert sich als Demokrat», sagte der CDU-Politiker der «Passauer Neuen Presse».

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
11

Lesen Sie auch

Kommentare
11
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 09.09.2017
    17:56 Uhr

    1953866: Nun Blackadder, warum fragen Sie nicht die Landräte weshalb die Briefe an Merkel und nicht an Heinrich, Wanderwitz, Baumann oder anderen CDU Abgeordneten schreiben. Übrigens wurden CDU- Abgeordnete ausgepfiffen und mit Tomaten beworfen? Es geht nicht um die CDU, es geht einzig um die Bundeskaiserin. das sollte sich langsam herum gesprochen haben. Unterhalten Sie sich mit dem einfachen CDU-Mitglied. Sie werden sich wundern wie viele da eine eigene Meinung zu Merkel haben:
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/cdu-basis-kritisiert-merkel-in-jena-sie-haben-die-afd.2165.de.html?dram:article_id=373015
    http://www.focus.de/politik/deutschland/problem-fluechtlingspolitik-der-widerstand-gegen-angela-merkel-waechst-in-der-eigenen-partei_id_6215027.html

    Übrigens:
    https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/Merkels-Wagen-in-Vorpommern-mit-Tomaten-beworfen-artikel9995349.php#kommentare
    ?Vor der Halle protestierten dort etwa 25 Linke und einige NPD-Vertreter.?
    Wer hätte so etwas gedacht!

    2 3
     
  • 09.09.2017
    14:25 Uhr

    BlackSheep: @Kurt, und es war wohl Anstand als jeder Pegidademonstrant als Nazi verunglimpft wurde? Auf die Politik bezogen, die sollten von Anderen nichts verlangen was Sie selbst nicht hingekriegt haben.

    3 7
     
  • 08.09.2017
    11:37 Uhr

    Blackadder: @ 1953: Wenn Sie so den Dialog suchen-wie oft waren Sie denn schon im Wahlkreisbüro von Herrn Heinrich? Der sitzt doch für die CDU für Chemnitz im Bundestag.

    8 6
     
  • 08.09.2017
    10:19 Uhr

    1953866: @Kurt, dann versuchen Sie doch mal den Regierenden, konkret Merkel mit Argumenten zu kommen. Es gibt viele Leute die Briefe geschrieben haben, unter anderen auch Bürgermeister, Landräte und CDU- Mitglieder:
    https://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Landkreis-schlaegt-Alarm-Offener-Brief-an-Kanzlerin-Merkel-artikel9328869.php

    http://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/landraete-schreiben-gemeinsamen-brief-hilferuf-an-merkel-in-fluechtlingskrise-unsere-kapazitaeten-sind-erschoepft_id_5007494.html

    Reaktion wie immer: aussitzen.
    Gibt es überhaupt einen Dialog mit dem Bürger? Bei den Wahlveranstaltungen der BK werden einseitig immer wieder die gleichen Floskeln zum Besten gegeben, das wars dann.

    5 9
     
  • 08.09.2017
    09:50 Uhr

    kurt: Das sehe ich auch so. Jeder hat das Recht seine Meinung zu sagen, auch wenn man selbst keine Sympathie für die Person hat. Es ist aber auch so, dass die Leute mit Trillerpfeife erwarten, dass sie erhört werden. Selber tun sie allerdings genau das Gegenteil. Das tun sie nur deshalb, weil ihnen die Argumente ausgegangen sind.

    5 3
     
Bildergalerien
  • 21.11.2017
Maurizio Gambarini
Nach Jamaika-Aus: Schäuble fordert von Parteien Kompromisse

Berlin (dpa) - Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Parteien nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen zu Kompromissbereitschaft aufgerufen. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 21.11.2017
---
Bilder des Tages (21.11.2017)

Mit Mundschutz vor die Tür, Ausgebrannt, Novemberwetter, Aufmerksamer Blick, Grenzdesign, Spaziergang, Die Welt für mich allein ... Galerie anschauen

 
  • 20.11.2017
Michael Kappeler
Merkel will im Fall einer Neuwahl wieder antreten

Berlin (dpa) - Nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel keinen Anlass für einen Rückzug. Falls es zu Neuwahlen kommen sollte, sei sie bereit, ihre Partei erneut in den Wahlkampf zu führen, sagte die CDU-Vorsitzende am Montagabend in einem ARD-«Brennpunkt». zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 20.11.2017
Guido Bergmann
Steinmeier appelliert an Parteien: Verantwortung übernehmen

Berlin (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Parteien nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen aufgerufen, sich erneut um eine Regierungsbildung zu bemühen. zum Artikel ... Galerie anschauen


 
 
 
 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Blaue Börse jetzt neu!

Schalten Sie Ihre Anzeige noch auffälliger - mit Farbfoto oder mit größerer Überschrift! Ihre Anzeige erscheint mittwochs in der Freien Presse und gratis dazu 7 Tage im Internet.

► Zeitungsanzeige inserieren
► Online Only Anzeige inserieren

 
 
 
 
 
|||||
mmmmm