Ein bisschen wie das Schweigen der Lämmer

Taffe Psychiaterin kämpft gegen das Böse und ihr blutiges Geheimnis

Die forensische Psychiaterin Holly Wakefield wird von der Polizei als Profilerin angefordert, da brutale Morde auf einen Serientäter hindeuten. Es braucht nicht lange und man denkt unweigerlich an "Das Schweigen der Lämmer", als die FBI-Agentenanwärterin Clarice Starling ebenfalls einem Serienkiller das Handwerk legen muss. Doch das Thrillerdebüt von Mark Griffin weiß durchaus zu fesseln. Denn die Verstrickungen, die der britsche Autor geschickt anlegt, sorgen für Spannung bis zur letzten Seite. Die Hauptfigur besticht nicht nur durch ihren scharfen Geist. Ihre tägliche Arbeit in der geschlossenen Psychiatrie mit Serienkillern offenbart eine innere Welt der Mörder, die die Polizisten nicht verstehen können. Das scheinbar sinnlose Töten der Opfer mit brutalen Verstümmelungen post mortem macht die Beamten ratlos. Holly scheint indes zu wissen, was die Psychopathen antreibt. Die Suche nach dem Täter beginnt.

Krimis sind bei den Deutschen so beliebt wie der Sonnenschein. "Dark Call" kann diese Leselust nur steigern. Eine junge Frau begibt sich nah, fast zu nah, in die empathielose Welt der Mörder, um dem Töten ein Ende zu setzen. Dass ihre Zuneigung zu einem der Patienten in der geschlossenen Psychiatrie etwas mit ihrer blutigen Vergangenheit zu tun hat, gibt dem Thriller noch eine zusätzliche Ebene, die am Ende für einen gelungenen Wow-Effekt sorgt. Holly Wakefield hat als Figur das Zeug, noch mehr Fälle zu lösen.

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