Poppig

Hip-Hop

Der frühere Straßenrapper Olson ist heute vor allem Ghostwriter für Popgrößen - bringt aber trotzdem sein zweites Album "Oh Wow" (Universal) auf den Markt, was sich zwischen melodischen Popsounds, leichten Dancehallvibez und elektronischen Einflüssen bewegt. Das Schöne an dieser Platte ist, dass sie, ähnlich wie der erfolgreiche Vorgänger "Ballonherz", eine persönliche Geschichte erzählt: Aus dem zugezogenen Neuberliner, der ein Leben zwischen Partyexzessen und "random girls" gelebt hat, ist ein nach wie vor von Zweifeln geplagter, etablierter Musiker geworden. Für viele Rapfans wird "Oh Wow" zu soft und bonbonartig klingen, aber wer sich die Mühe macht, zwischen den Zeilen hören und die poppigen, aber dennoch genialen Arrangements goutiert, wird Spaß an dem Werk haben. Johann-Christoph Laubisch

Dieser Beitrag erschien in der Wochenend-Beilage der Freien Presse.

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