Werbung/Ads
Menü
Nach einem Freibadbesuch sollen mehrere Jungen die 13-Jährige in einen Wald gezerrt und missbraucht haben.

Foto: Oliver Berg

Acht Jugendliche filmten Missbrauch von 13-Jähriger im Wald

Nach Missbrauch eines 13-jährigen Mädchens in Velbert: Die Behörden greifen durch und nehmen sechs verdächtige Jugendliche trotz ihres geringen Alters in Untersuchungshaft. Die Beweise gegen die Tätergruppe erscheinen deutlich.

erschienen am 13.06.2018

Velbert (dpa) - Nach dem schweren Missbrauchsfall an einem 13-jährigen Mädchen in Velbert bleiben sechs verdächtige Jugendliche in Untersuchungshaft. «Das sind harte Bandagen für Jugendliche, aber die sind hier absolut berechtigt», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal.

Nach weiteren beteiligten Jugendlichen werde intensiv gefahndet, sagte der Sprecher. Er sprach von «drastischen Sexualstraftaten».

Die tatverdächtigen Schüler aus Velbert im Alter zwischen 14 und 16 Jahren stammten aus Bulgarien, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft lediglich von EU-Ausländern gesprochen. Eine Spaziergängerin habe das 13-jährige Mädchen aus den Händen der mindestens acht Jugendlichen gerettet. Sie habe zuvor mitbekommen, dass die Familie der 13-Jährigen nach dem Kind suchte und die Jugendlichen scharf angesprochen, als sie auf die Gruppe traf.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die Jugendlichen das Mädchen zusammen mit einigen Freundinnen zunächst in einem Velberter Freibad belästigt. Als die 13-Jährige dann allein nach Hause ging, hätten die Jungen sie verfolgt, in einen nahe gelegenen Wald gezerrt und missbraucht.

Die Tat habe sich bereits am 21. April ereignet, sagte der Sprecher. Um das junge und schwer traumatisierte Opfer zu schützen, habe man die Öffentlichkeit aber nicht früher informiert. Velbert sei eine vergleichsweise überschaubare Stadt. Es habe die Gefahr bestanden, dass das Mädchen erkannt und immer wieder auf die Tat angesprochen werden könnte. Zunächst hatte die «WAZ» über den Fall berichtet.

Die Beweislage sei vergleichsweise eindeutig, sagte der Sprecher. Es gebe DNA-Spuren, Aussagen des Opfers und der Spaziergängerin. Außerdem habe die Gruppe die Tat mit einem Handy gefilmt. Das Handy sei beschlagnahmt und bereits ausgewertet worden. Der Film sei nicht ins Internet hochgeladen worden, aber er könne nicht sagen, ob der Film als «Trophäe» auf dem Schulhof herumgezeigt worden sei.

 
© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
 
8
Kommentare
8
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 15.06.2018
    03:57 Uhr

    Zeitungss: @Hankman: Natürlich , so ist es. Wer sich unseren Regeln nicht fügt, Abgang. Es wäre nicht vermittelbar, wenn wir uns den Gepflogenheiten unserer Gäste anpassen müssen. Was diese Leute in ihren Herkunftsländern veranstalten und mit welchen Folgen, ist mir eigentlich egal und keiner Rede wert. Die öffentliche Ordnung gilt für ALLE, dieses zu vermitteln, wäre eine Aufgabe und nicht den gegenwärtigen Zustand etwas Gutes abzugewinnen. Ich denke hier könnte man sich treffen.

    0 4
     
  • 14.06.2018
    14:32 Uhr

    Hankman: @Zeitungss: Sie haben Recht, jeder hat die Gesetze des Landes zu respektieren, in dem er sich aufhält. Ich habe mich auf Herrn @Pelz bezogen, der offenbar der Meinung ist, Ausländer seien irgendwie schlechtere oder weniger moralische Menschen. Bulgarien hat als EU-Staat eine ähnliche Rechtsordnung wie wir, es gibt eine noch stärkere religiöse Tradition. Also ist der Bulgare kein per se schlechterer Mensch. Die von @Pelz implizierte pauschale Unterstellung, andere Menschen würden sich schlechter verhalten, weil sie keine Deutschen sind, halte ich für unzutreffend und dumm.

    Was den von Ihnen angeregten "Selbstversuch im Ausland" betrifft - Sie wissen selbstverständlich: Genauso wie es viele verschiedene Ausländer gibt, die keineswegs alle gleich sind, gibt es auch viele verschiedene Länder mit unterschiedlichen Regeln. Es gibt Staaten, in denen Taten wie die vorliegende mit drakonischen Strafen belegt werden, aber leider auch viele, wo man solche Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung leider nicht oder eher nachsichtig verfolgt. Auch hier halte ich pauschale Aussagen also für wenig hilfreich und plädiere mit Nachdruck dafür, stets zu differenzieren.

    2 6
     
  • 14.06.2018
    13:43 Uhr

    aussaugerges: Hankman,die sozialistische Moral und Etik ist in den Ländern durch Elend und Hunger schon lange vernichtet.

    Vor 30 Jahren brauchten wir die Wohnung auch nicht abschließen.
    Und in den Ländern warst du sicher aber absult,ich war dort.

    Das glauben die Wessis bis heute nicht.

    3 8
     
  • 14.06.2018
    08:36 Uhr

    Zeitungss: Ob nun Bulgare oder wer auch immer und welchen Herrgott er nachläüft, man hat sich zu benehmen. Jeder Bürger dieses Landes darf einen Selbstversuch im Ausland unternehmen, die Folgen werden anders als in Deutschland sein.

    3 11
     
  • 14.06.2018
    08:04 Uhr

    Pelz: @Hankmann
    Entschuldigung, SIE haben natürlich die bessere Gesinnung.

    6 6
     

Lesen Sie auch

Bildergalerien
  • 18.06.2018
Mindestens drei Tote und 230 Verletzte bei Erdbeben in Japan

Osaka (dpa) - Ein starkes Erdbeben in der Region der japanischen Millionenstadt Osaka hat am Montag mindestens drei Menschen das Leben gekostet und etwa 230 verletzt. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 14.06.2018
Rebecca Blackwell
Bilder des Tages (14.06.2018)

Sotschi im Abendlicht, WM-Auftakt, Kein böser Wolf, Platzmangel, Empfangskomitee, Hinter Gitter, Entschlossen geschlossen ... ... Galerie anschauen

 
  • 13.06.2018
Microsoft
Zehn spannende Spiele von der Videospielemesse E3

Los Angeles (dpa/tmn) - Welche Spiele bringen bald die Mäuse und Controller zum Glühen? Die Videospielemesse E3 in Los Angeles ist einer der wichtigsten Branchentermine des Jahres. zum Artikel ... Galerie anschauen

 
  • 11.06.2018
Boris Roessler
Ermittler prüfen Aussagen von Ali B. im Fall Susanna

Wiesbaden/Mainz (dpa) - Die Ermittler nehmen nach dem gewaltsamen Tod der 14-jährigen Susanna die Aussagen des Tatverdächtigen Ali B. und weiterer Zeugen unter die Lupe. zum Artikel ... Galerie anschauen


 
 
 
 
 
am meisten ...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Onkel-Max-Frage
Wem gehört mein Auto?
Onkel Max
Tomicek

In meinen Fahrzeugpapieren (Zulassung und Kfz-Brief) ist unter Punkt 4c aufgeführt, dass ich nicht Eigentümer des Fahrzeugs bin. Nun stellt sich die Frage: Bezahlt habe ich das Fahrzeug, für die Steuer und Versicherung muss ich auch aufkommen. Das sind doch aber Aufgaben eines Eigentümers. Wer ist dieser? (Diese Frage hat Günter Frenzel aus Lengenfeld gestellt.)

Antwort lesen
 
 
 
 
Ärztliche Notdienste
Apotheken & Ärzte der Region
Marcel Kusch

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte von Annaberg bis Zwickau finden Sie hier.

weiterlesen
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Blaue Börse jetzt neu!

Schalten Sie Ihre Anzeige noch auffälliger - mit Farbfoto oder mit größerer Überschrift! Ihre Anzeige erscheint mittwochs in der Freien Presse und gratis dazu 7 Tage im Internet.

► Zeitungsanzeige inserieren

 
 
 
 
 
|||||
mmmmm