Ab 2017 geht es schneller von Dresden nach Berlin

Ausbau der Strecke soll jetzt vorankommen - für 2018 ist Tempo 200 geplant

Dresden.

Die Deutsche Bahn hofft, beim Ausbau der Strecke von Dresden nach Berlin, künftig zügiger voranzukommen. "Ich bin optimistisch, dass die Zeitverzögerungen aus der Vergangenheit abgefangen werden können", sagte der Konzernbevollmächtigte für Sachsen, Artur Stempel, vor Journalisten in Dresden. Die Modernisierung der Verbindung hatte sich mehrfach verzögert. Die Fernzüge brauchen für die 174 Kilometer lange Strecke derzeit deutlich über zwei Stunden. Die Arbeiten in Sachsen beschränken sich laut Stempel auf den Bau eines Beschleunigungsbogens bei Großenhain. Das Gros der Maßnahmen laufe in Brandenburg. Diese sollen 2017 abgeschlossen werden. Danach sei die Strecke mit Tempo 160 km/h befahrbar. Dann könnten die Züge ihm zufolge bis zu 25 Minuten schneller am Ziel sein. Bis 2018 soll die Bahnlinie fit für Tempo 200 sein - was weitere fünf Minuten brächte.

Verzögerungen habe es vor allem gegeben, weil viele Bahnübergänge gebaut werden müssen. Daran müssen sich die Kommunen finanziell beteiligen - eine Geldfrage. Offen ist weiterhin der Bau der sogenannten Dresdner Bahn, einer Strecke im Süden Berlins, die bislang nur einspurig existiert und von der S-Bahn befahren wird. Sie würde die Fahrtzeit um zehn Minuten verkürzen und ist Voraussetzung, um mehr Züge zwischen Dresden und Berlin rollen zu lassen. Bislang gibt es keinen Planfeststellungsbeschluss. "Wir hoffen, dass es vielleicht 2014 wird." Es sei aber zu befürchten, dass es dagegen dann Klagen geben werde.

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