Absatz von Pfefferspray verdoppelt: Polizei rät von Kauf ab

Halle (dpa) - Der Absatz von Pfefferspray hat sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nach Angaben eines Waffenhändlerverbands zuletzt verdoppelt. Dieser Trend sei auch bundesweit festzustellen, sagte der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB), Ingo Meinhard, am Donnerstag. Zuvor hatte der Sender MDR Jump darüber berichtet. Der Verband habe im Oktober Mitglieder zum Absatz und zu Kaufgründen befragt.

In Mitteldeutschland hätten viele Käufer angegeben, sich gegen Tierattacken, etwa durch Wölfe, schützen zu wollen, sagte Meinhard. Der VDB vertritt in den drei Ländern nach eigenen Angaben 82 Fachhändler.

Die Polizei rät indes eher davon ab, sich mit Schutzwaffen wie CS-Gas auszustatten. Im Notfall könnten sie von geübten Angreifern auch gegen denjenigen verwendet werden, der sich schützen wolle, sagte ein Sprecher der Magdeburger Polizei. Mehr Anzeigen wegen Reizgas-Attacken habe es aber nicht gegeben. Das könnte darauf hindeuten, dass sich die Menschen tatsächlich nur für den akuten Notfall ausstatteten, sagte der Polizeisprecher. Das schnell wirkende Pfefferspray ist nur zur Tierabwehr zugelassen, für den Kauf muss man mindestens 14 Jahre alt sein.

Bericht MDR Jump

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2Kommentare
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  • 1
    0
    ommi22
    19.11.2015

    @PeKa , so ein Blödsinn,
    Und wenn es so wäre ?
    Egal, Hauptsache meine Frau und meine Tochter kommen sicherer nach Hause.Die vielen "Einzelfälle "zeigen daß es heutzutage leider notwendig ist vorzusorgen.
    Nur gut das es in Deutschland strenge Waffengesetze gibt und scharfe Waffen weniger verbreitet sind als in den USA z.B.
    Nicht auszudenken wenn man wegen eines Asylbewerbers ins Gefängnis wandern würde.

    Nicht auszudenken wenn man

  • 0
    1
    PeKa
    19.11.2015

    Schön! Dadurch werden in den Unternehmen, die Pfefferspray herstellen, Arbeitsplätze geschaffen.



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