Bombardier-Protest: Abstimmung über Streik im Januar

Görlitz (dpa/sn) - Angesichts geplanter Stellenstreichungen beim Zugbauer Bombardier will die IG Metall die Görlitzer Mitarbeiter bei einer Mitgliederversammlung über einen Streik abstimmen lassen. Das sagte der Chef der IG Metall Ostsachsen, Jan Otto, am Freitag bei einem Protest von rund 800 Bombardier-Mitarbeitern in Görlitz. Die Versammlung ist für den 17. Januar geplant. Gleichzeitig betonte Otto, dass die IG Metall weiter auf Gespräche mit dem Konzern setze.

In der vergangenen Woche hatte das «Handelsblatt» vom Abbau von 2500 Jobs in Deutschland berichtet. Die Stellen seien in den sächsischen Werken in Görlitz und Bautzen sowie im brandenburgischen Hennigsdorf in Gefahr.

In der Staatskanzlei in Dresden soll es noch im Dezember ein Spitzengespräch zwischen Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und dem Bombardier-Europa-Chef Laurent Troger geben. Ob dann schon klar ist, wie viele Stellen an den sächsischen Bombardier-Standorten gestrichen werden sollen, ist ungewiss. Wie ein Unternehmenssprecher sagte, würden erst Zahlen herausgegeben, wenn man mit den Gewerkschaften und Betriebsräten an allen betroffenen Standorten über die Umbaupläne gesprochen habe.

Im Oktober hatte der Konzern mitgeteilt, bis Ende 2018 in Produktion und Verwaltung weltweit rund 7500 Stellen zu streichen, davon etwa 5000 im Bahnsektor. Bereits im Frühjahr wurde die Streichung von 1400 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt. 

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