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Foto: Frankziska Kraufmann/dpa

Mehr Unterricht fällt aus

Vor allem Förder- und Grundschulen betroffen

erschienen am 02.12.2017

Dresden. Der Unterrichtsausfall an sächsischen Schulen ist im vergangenen Schuljahr so hoch wie seit 2012/13 nicht mehr gewesen: 4,8 Prozent der eigentlichen Schulstunden konnten laut Angaben des Kultusministeriums nicht stattfinden. Demnach ist dafür vor allem der Lehrermangel verantwortlich: Dieser schlage sich zunehmend an den Schulen nieder, teilte das Ministerium mit. Im Schuljahr 2012/13 sei der Ausfall dagegen auf einen Streik der Lehrkräfte und das Hochwasser zurückzuführen gewesen.

Vor allen an den Grundschulen konnten 2016/17 nur 98,1 Prozent der Stundentafel abgesichert werden. An Oberschulen lag der Wert bei 98,3 Prozent, an allgemeinbildenden Förderschulen bei 94,5 Prozent. Der Unterricht an den sächsischen Gymnasien konnte mit 99,7 Prozent fast vollständig geleistet werden. (kok)

 
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Kommentare
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  • 02.12.2017
    19:27 Uhr

    ffc19: Jaja Pixelghost, "gehaltener Unterricht ist guter Unterricht" (wußte schon einer der verflossenen Kultusminister). Wenn ein Lehrer für zwei Klassen eingeteilt ist, heißt dass, dass dieser Lehrer ca. 54 Schüler zu betreuen hat. Diese können nur in zwei unterschiedlichen Räumen untergebracht sein. Der Pädagoge wird also 10min da und dann 10min dort sein usw. So etwas "Unterricht" nennen zu wollen, grenzt an Blasphemie! Im Klassenbuch heißt das üblicherweise "Stillbeschäftigung" und zählt nicht als Unterrichtsausfall. De facto sind es aber ZWEI ausgefallene Unterrichtsstunden! Mal ganz abgesehen davon, dass diese Art der Beaufsichtigung ungesetzlich ist (und trotzdem per Schulleiteranweisung praktiziert wird) ...

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  • 02.12.2017
    19:22 Uhr

    vomdorf: Wenn eine Klasse aufgeteilt ist oder ein Lehrer zwischen zwei Klassen hin- und her rennt ist das zumindest für eine Klasse kein fachgerechter Unterricht und zählt nicht als Ausfall.

    In in Grundschule darf ein Kind gar nicht während der regulären Unterrichtszeit unbeaufsichtigt sein. Und Grundschulkinder kann man nicht einfach eine Stunde. eher nach Hause schicken, weil die Elten entweder noch nicht zu Hause sind, im Hort noch keiner da ist oder der Bus noch nicht fährt.

    Und wenn Kinder nur betreut werden, weil sie nicht allein sein dürfen, ist es kein Unterricht, weil nicht wirklich dabei rauskommt. Und in Dresden kommt an: läuft doch.

    Aber schön, dass Sie, Pixelghost, in der Eltenvertretung eine Grundschule mitgearbeitet haben. Da weiß man natürlich, was los ist.

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  • 02.12.2017
    18:20 Uhr

    Pixelghost: "Bei den sogenannten Ausfallstunden sind die nicht mitgerechnet, in denen die Klassen aufgeteilt waren oder zwei Klassen von einem Lehrer betreut wurden"

    Welche Unterrichtsstunden sind bei den aufgeteilten oder von nur einem Lehrer bereuten Klassen ausgefallen?

    Wurden die Schüler in dem adäquaten Fach unterrichtet oder in einem anderen Fach?

    Ausfallstunden sind für mich - und war auch Elternteil und im Elternrat einer Grundschule - die Stunden, in denen die Kinder gar keinen Unterricht haben und "auf der Strasse" stehen oder nach Hause geschickt werden.

    Schon als ich noch zur Schule gegangen bin (DDR 1963-73), nannte man Unterrichtsausfall die Zeit, in der kein Lehrer für die Klasse vorhanden war, wir auf dem Schulhof oder der Umgebung auf die nächste Stunde warteten oder nach Hause geschickt wurden.
    Kam ein anderer Lehrer in die Klasse fiel der Unterricht nicht aus, denn es wurde unterrichtet.

    Warum sollte es heute anders sein und statistisch anderes gesehen werden? Weil jemand was zum Jammern braucht?
    Es ist nämlich so: Wer zu viel - und noch dazu aufgrund verblendeter Sichtweisen - jammert, wird von den "hohen Damen und Herren" in DD schon mal überhaupt nicht ernst genommen.

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  • 02.12.2017
    06:29 Uhr

    vomdorf: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
    Bei diesen sogenannten Ausfallstunden sind die nicht mitgerechnet, in denen die Klassen aufgeteilt waren oder zwei Klassen von einem Lehrer betreut wurden. Es ist also in Wirklichkeit noch viel schlimmer.

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