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Leipzigs Cheftrainer Ralph Hasenhüttl.

Foto: Jan Woitas

RB-Coach Hasenhüttl warnt vor Hoffenheim

Nach der Vertragsverlängerung von Rangnick als Sportdirektor stehen weitere Top-Personalien an. Erst Werner und Co. halten, dann mit Hasenhüttl verlängern. Die Bayern sind für ihn kein Thema. Für das Besiktas-Spiel will er in Hoffenheim keine Rücksicht nehmen.

Von Frank Kastner, dpa
erschienen am 01.12.2017

Leipzig (dpa) - Trainer Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig denkt noch nicht an die Vertragsverlängerung, er will nur punkten. Am liebsten gleich wieder am Samstag (15.30 Uhr/sky) im Bundesliga-Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim. Nur das zählt für den 50-jährigen Österreicher. «Wir treffen auf einen Gegner, der uns alles abverlangen wird. Es ist ein Gegner, der körperlich, mental und taktisch auf allerhöchstem Niveau ist», sagte der RB-Coach am Freitag und lobte TSG-Trainer Julian Nagelsmann: «Mein Kollege macht da einen extrem guten Job. Ich erwarte ein schweres, intensives Spiel und einen Gegner, der taktisch mehrere Grundordnungen hat.»

Verzichten muss Hasenhüttl nur auf seinen Landsmann Marcel Sabitzer, der weiterhin «an seiner Schulterverletzung zu leiden hat.» Eine Option für das Spiel am Samstag in Sinsheim ist hingegen wieder Stefan Ilsanker. «Er war die ganze Woche im Training, von Anfang an ist er aber noch kein Thema», betonte der Fußballlehrer. Derzeit haben die Leipziger als Tabellen-Zweiter sechs Punkte Vorsprung auf die TSG. Hoffenheim blieb die letzten drei Heimspiele sieglos und verlor zuletzt beim Hamburger SV mit 0:3.

Die Generalprobe für das letzte Gruppenspiel am kommenden Mittwoch in der Champions League gegen Besiktas Istanbul war eigentlich nur Nebensache. Primär zeigten die beiden RB-Sportverantwortlichen Ralph und Ralf eher ihre Zuneigung füreinander. Immerhin will Sportdirektor Ralf Rangnick nach seiner eigenen Vertragsverlängerung bis 2021 auch den erst im Sommer 2019 auslaufenden Kontrakt von Hasenhüttl verlängern. «Wir wollen diesen Weg hier noch länger zusammen gehen. Ralph wird genau die gleiche Zeit bekommen wie ich, um es sich genau zu überlegen. Wir haben noch anderthalb Jahre Zeit, an der Wertschätzung wird sich daran in dieser Zeit nichts ändern», betonte Rangnick. Das Okay von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz ist längst da.

Hasenhüttl hat keine Eile, will weiter die Doppelbelastung mit seinem Trainerteam perfekt planen und stemmen. Selbst mögliche Begehrlichkeiten vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München schiebt er gekonnt beiseite. «Ich glaube nicht, dass ein Trainer Hasenhüttl Kandidat beim FC Bayern sein kann - aus mehreren Gründen. Der FC Bayern kann sich jeden Trainer der Welt holen, mit viel mehr Erfahrung.» Er selbst sieht sich noch nicht reif genug dafür. «Dementsprechend habe ich an mich den Anspruch, ich muss mich auf dem höchsten Level bewegen. Das tue ich noch nicht», meinte er.

Da ist die vorzeitige Vertragsverlängerung von Nationalstürmer Timo Werner derzeit bedeutsamer. Vielleicht macht es Hasenhüttl auch davon abhängig, wie viele Leistungsträger Rangnick an der Pleiße halten kann. Nach dem Wechsel im kommenden Sommer von Naby Keita nach Liverpool will der «Motor des Vereins» (Hasenhüttl über Rangnick) alle Topspieler halten. «Unsere Jungs wissen, dass hier was zusammengewachsen ist, und die Geschichte hier sehr nachhaltig angelegt ist», meinte er. Der Erfolg wecke zwar Begehrlichkeiten, doch RB will «alles Menschenmögliche machen, damit alle bleiben.»

Mit Stürmer Werner sei man bereits in Gesprächen. Daher ist ein Wechsel kein Thema. «Weder im Winter noch im Sommer, wir werden Timo behalten und ihn nirgendwo hingeben», sagte Rangnick. Immerhin gäbe es derzeit in der Bundesliga nicht viele bessere Adressen: Die Leipziger haben immer noch die Chance aufs Überwintern in der Champions League, in der Euro-League sind sie sicher dabei.

 
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